23. Finanzinstrumente

Allgemeines

Die wesentlichen durch den voestalpine-Konzern verwendeten Finanzinstrumente umfassen Bankdarlehen, Anleihen, Schuldscheine und Schulden aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie kurzfristige Einlagen und langfristige Veranlagungen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Des Weiteren nutzt der Konzern auch derivative Finanzinstrumente. Hierzu gehören vor allem Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Commodity-Swaps. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken sowie gegen Risiken aufgrund der Schwankungen von Rohstoffpreisen, welche aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.

Kapitalmanagement

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass neben der Verfügbarkeit über die notwendige Liquidität zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Value eine angemessene Bonität und eine ausreichende Eigenkapitalquote aufrechterhalten werden.

Der voestalpine-Konzern steuert sein Kapital mithilfe der Kennzahlen Nettofinanzverschuldung/EBITDA sowie der Gearing Ratio, dem Verhältnis von Nettofinanzverschuldung zum Eigenkapital. Die Nettofinanzverschuldung umfasst verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich Finanzierungsforderungen, Ausleihungen, Wertpapiere sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Das Eigenkapital inkludiert nicht beherrschende Anteile an Konzernunternehmen sowie etwaiges Hybridkapital.

Die Zielgröße für die Gearing Ratio liegt bei 50 % und kann nur für einen befristeten Zeitraum bis maximal 75 % überschritten werden. Die Kennzahl Nettofinanzverschuldung/EBITDA soll maximal bei 3,0 liegen und darf nur für einen befristeten Zeitraum überschritten werden. Alle Wachstumsmaßnahmen und Kapitalmarkttransaktionen werden darauf ausgerichtet.

In der Berichtsperiode entwickelten sich die beiden Kennzahlen wie folgt:

 

 

31.03.2019

 

31.03.2020

 

 

 

 

 

Gearing Ratio in %

 

46,6 %

 

67,2 %

Nettofinanzverschuldung/EBITDA

 

2,0

 

3,2

Finanzielles Risikomanagement – Corporate Finance-Organisation

Das finanzielle Risikomanagement umfasst auch den Bereich Rohstoffrisikomanagement. Betreffend Richtlinienkompetenz, Strategiefestsetzung und Zieldefinition ist das finanzielle Risikomanagement zentral organisiert. Das bestehende Regelwerk beinhaltet Ziele, Grundsätze, Aufgaben und Kompetenzen sowohl für das Konzern-Treasury als auch für die einzelnen Konzerngesellschaften. Weiters werden die Themen Pooling, Geldmarkt, Kredit- und Wertpapiermanagement, Fremdwährungs-, Zins-, Liquiditäts- und Rohstoffrisiko sowie das Berichtswesen geregelt. Für die Umsetzung ist das Konzern-Treasury verantwortlich, das als Dienstleistungscenter fungiert. Geschäftsabschluss, Abwicklung und Verbuchung erfolgen in drei organisatorisch getrennten Einheiten, wodurch ein Sechsaugenprinzip gewährleistet wird. Die Richtlinien und deren Einhaltung sowie die IKS-Konformität der Geschäftsprozesse werden in regelmäßigen Abständen zusätzlich durch einen externen Auditor überprüft.

Teil der Unternehmenspolitik des voestalpine-Konzerns ist es, die finanziellen Risiken ständig zu beobachten, zu quantifizieren und – wo sinnvoll – abzusichern. Die Risikobereitschaft ist eher gering. Die Strategie zielt auf die Erzielung von Natural Hedges und eine Verminderung der Schwankungen der Cashflows und Erträge ab. Die Absicherung der Marktrisiken erfolgt auch mit derivativen Finanzinstrumenten.

Die voestalpine AG verwendet zur Quantifizierung des Zinsrisikos die Kenngröße Zinsänderungsrisiko. Das Zinsänderungsrisiko quantifiziert die Auswirkung auf den Zinsertrag bzw. Zinsaufwand bei einer Änderung des Marktzinsniveaus um einen Prozentpunkt.

Durch die Implementierung eines Nettingprozesses werden die Fremdwährungs-Cashflows im Konzern zusammengeführt und ausgeglichen. Dadurch wird eine Natural Hedge erzielt.

Für die Quantifizierung des Währungsrisikos wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt, die eine für möglich gehaltene Stärkung (Schwächung) des Euro gegenüber den anderen Währungen zum 31. März um 10 % darstellt. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben.

Liquiditätsrisiko – Finanzierung

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, weil man nicht über ausreichend Zahlungsmittel verfügt.

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung, die quartalsweise revolvierend von den operativen Gesellschaften direkt an das Konzern-Treasury der voestalpine AG übermittelt wird. Um der aktuellen Situation aufgrund der COVID-19-Krise Rechnung zu tragen, fanden zusätzliche Abfragen durch das Konzern-Treasury statt. Anhand der konsolidierten Ergebnisse wird der Bedarf an Finanzierungen und Kreditlinien bei Banken ermittelt. Der geplante Liquiditätsbedarf der nächsten zwölf Monate soll durch eine Liquiditätsreserve abgedeckt sein.

Die Betriebsmittelfinanzierung erfolgt über das Konzern-Treasury. Durch ein zentrales Clearing wird ein täglicher konzerninterner Finanzausgleich durchgeführt. Gesellschaften mit Liquiditätsüberschüssen stellen diese indirekt Gesellschaften mit Liquiditätsbedarf zur Verfügung. Die Differenz wird vom Konzern-Treasury bei ihren Hausbanken positioniert. Dadurch werden eine Verminderung des Fremdfinanzierungsvolumens und eine Optimierung des Zinsergebnisses erreicht.

Finanzierungen erfolgen zur Vermeidung von Wechselkursrisiken in der lokalen Währung des jeweiligen Kreditnehmers oder sind durch Devisen- und Währungs-Swaps währungsgesichert.

Als Liquiditätsreserve hält die voestalpine AG vertraglich zugesicherte Kreditlinien im Ausmaß von 780,0 Mio. EUR (2018/19: 700,0 Mio. EUR). Darüber hinaus besteht zur Abdeckung von unerwarteten Liquiditätsbedarfen eine Aktivposition in Form von Wertpapieren und kurzfristigen Veranlagungen. Per 31. März 2020 betrug die Summe an frei veräußerbaren Wertpapieren 55,4 Mio. EUR (31. März 2019: 182,2 Mio. EUR). Weiters sind Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 794,7 Mio. EUR (31. März 2019: 485,9 Mio. EUR) im Konzernabschluss ausgewiesen.

Die Finanzierungsquellen werden nach dem Grundsatz der Bankenunabhängigkeit gesteuert. Derzeit bestehen Finanzierungen bei etwa 20 unterschiedlichen in- und ausländischen Banken. Darüber hinaus wird der Kapitalmarkt als Finanzierungsquelle genutzt.

Im Geschäftsjahr 2018/19 wurden folgende Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt:

Emission neuer Schuldscheindarlehen

 

300,0 Mio. EUR

Emission neuer Schuldscheindarlehen

 

320,0 Mio. USD

Im Geschäftsjahr 2019/20 wurden folgende Kapitalmarkttransaktionen durchgeführt:

Emission Senior Bond 2026

 

500,0 Mio. EUR

Im April 2019 wurde von der voestalpine AG eine Anleihe (Laufzeit 2026) mit einem Volumen von 500,0 Mio. EUR und einer Verzinsung von 1,75 % für allgemeine Finanzierungszwecke erfolgreich am Kapitalmarkt begeben. Die Valuta und Handelsaufnahme der Anleihe (ISIN AT0000A27LQ1) mit einer Laufzeit von sieben Jahren erfolgte am 10. April 2019.

Eine Fälligkeitsanalyse aller zum Bilanzstichtag bestehenden finanziellen Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Verbindlichkeiten

 

 

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

 

Restlaufzeit
über 1 Jahr und bis 5 Jahre

 

Restlaufzeit
über 5 Jahre

 

 

31.03.2019

 

31.03.2020

 

31.03.2019

 

31.03.2020

 

31.03.2019

 

31.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anleihen

 

0,0

 

121,3

 

396,7

 

895,7

 

497,2

 

547,8

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

1.009,9

 

521,2

 

1.293,7

 

1.763,4

 

406,7

 

278,0

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

1.487,5

 

1.261,5

 

0,3

 

0,0

 

0,0

 

0,0

Verbindlichkeiten aus Leasing1

 

7,9

 

44,1

 

6,9

 

154,1

 

0,5

 

214,9

Verbindlichkeiten aus Fremdwährungs­sicherungen und Rohstoffsicherungen

 

15,4

 

41,3

 

2,7

 

14,6

 

0,0

 

0,0

davon als Sicherungsgeschäft gewidmet

 

2,6

 

30,1

 

2,3

 

14,2

 

0,0

 

0,0

Verbindlichkeiten aus Zinssicherungen (inkl. Cross Currency Swaps)

 

2,0

 

0,0

 

0,9

 

0,0

 

0,0

 

0,0

davon als Sicherungsgeschäft gewidmet

 

0,0

 

0,0

 

0,0

 

0,0

 

0,0

 

0,0

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

 

124,5

 

67,5

 

35,1

 

35,8

 

25,0

 

0,0

Sonstige Verbindlichkeiten

 

848,4

 

740,2

 

24,0

 

25,1

 

0,0

 

0,0

Summe Verbindlichkeiten

 

3.495,6

 

2.797,1

 

1.760,3

 

2.888,7

 

929,4

 

1.040,7

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
Der Erhöhung der Leasingverbindlichkeiten ergibt sich aus der Erstanwendung des IFRS 16 mittels der modifiziert retrospektiven Methode des IFRS 16 zum 01.04.2019.

Mio. EUR

Mit diesen bestehenden Verbindlichkeiten korrespondieren folgende (prospektive) Zinsbelastungen, wie sie zum Bilanzstichtag geschätzt wurden:

 

 

Restlaufzeit
bis 1 Jahr

 

Restlaufzeit
über 1 Jahr bis 5 Jahre

 

Restlaufzeit
über 5 Jahre

 

 

2018/19

 

2019/20

 

2018/19

 

2019/20

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zinsen für Anleihen

 

15,9

 

25,5

 

45,5

 

75,1

 

6,9

 

23,8

Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

54,1

 

38,4

 

113,4

 

78,8

 

24,7

 

13,5

Zinsen für Verbindlichkeiten aus Leasing

 

0,6

 

8,3

 

0,7

 

25,9

 

0,0

 

74,0

Zinsen aus Zinssicherungen (inkl. Cross Currency Swaps)

 

13,0

 

2,3

 

10,3

 

0,1

 

0,0

 

0,0

Zinsen für sonstige Finanzverbindlichkeiten

 

1,9

 

1,8

 

3,9

 

3,0

 

0,8

 

0,0

Summe Zinslast

 

85,5

 

76,4

 

173,8

 

183,0

 

32,4

 

111,4

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Kredit-/Bonitätsrisiko

Das Bonitätsrisiko bezeichnet Vermögensverluste, die aus der Nichterfüllung von Vertragsverpflichtungen einzelner Geschäftspartner entstehen können.

Das Management des Bonitätsrisikos von Veranlagungs- und Derivatgeschäften wird in internen Richtlinien reglementiert. Es sind alle Veranlagungen und Derivatgeschäfte je Kontrahent limitiert, wobei die Höhe des Limits vom Rating der Bank abhängig ist.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen überwiegend gegenüber Banken mit guten Bonitäten. Die Bestände sind in der Regel kurzfristig veranlagt. Das Kreditrisiko ist daher von untergeordneter Bedeutung.

Gliederung der Veranlagungen bei Finanzinstitutionen in Ratingklassen

 

 

AAA

 

AA

 

A

 

BBB

 

<BBB/NR

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geldmarktveranlagungen exkl. Habensalden auf Konten

 

0,0

 

188,0

 

150,5

 

0,0

 

0,0

Derivate1

 

0,0

 

42,5

 

5,6

 

0,5

 

3,8

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
nur positive Marktwerte

Mio. EUR

Bei den derivativen Finanzinstrumenten beschränkt sich das Bonitätsrisiko auf Geschäfte mit positivem Marktwert und bei diesen auf die Höhe des Marktwerts. Aus diesem Grund werden Derivatgeschäfte nur mit dem positiven Marktwert auf das Limit angerechnet. Derivate werden ausschließlich auf Grundlage von standardisierten Rahmenverträgen für Finanztermingeschäfte abgeschlossen.

Das Bonitätsrisiko der Grundgeschäfte ist durch einen sehr hohen Anteil an Kreditversicherungen und bankmäßigen Sicherheiten (Garantien, Akkreditive) weitestgehend abgesichert. Das Ausfallsrisiko für das verbleibende Eigenrisiko wird durch definierte Prozesse der Bonitätsbeurteilung, Risikobewertung, Risikoklassifizierung und Bonitätsüberwachung gemanagt. Das Bonitätsrisiko der Geschäftspartner von finanziellen Kontrakten wird durch ein regelmäßiges Monitoring des Ratings und der Veränderung der CDS Levels (Credit Default Swap) der Kontrahenten gesteuert.

Je nach Kundenstruktur und Geschäftsfeld gelten finanzielle Vermögenswerte als ausgefallen, wenn sie mehr als 180 Tage überfällig sind oder nicht mehr davon auszugehen ist, dass sie ohne Verwertung von Sicherheiten in voller Höhe beglichen werden.

Forderungen werden dann als finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität eingestuft, wenn konkrete Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen (insbesondere erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, Ausfall oder Zahlungsverzug, erhöhtes Insolvenzrisiko). Eine Abschreibung (Ausbuchung) erfolgt dann, wenn nicht mehr mit dem Eingang zu rechnen ist (insbesondere bei Insolvenz des Vertragspartners). Bei Wegfall der Gründe für die Wertberichtigung erfolgt eine Wertaufholung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Das maximale theoretische Ausfallsrisiko entspricht den in der Bilanz angesetzten Forderungen.

Die erwarteten Verlustraten werden auf Basis der historischen Ausfallsraten der letzten fünf Jahre berechnet.

Da der Großteil der Forderungen versichert ist, ist das Forderungsausfallsrisiko als gering einzustufen. Aufgrund der guten Diversifikation des Kundenportfolios besteht keine Konzentration von Ausfallsrisiken.

Die Bruttobuchwerte und Wertberichtigungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Bruttobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte

 

1.545,7

 

1.194,4

Abzgl. Bruttobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte mit Bonitätsbeeinträchtigung

 

–62,4

 

–44,6

Bruttobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte ohne Bonitätsbeeinträchtigung

 

1.483,3

 

1.149,8

 

 

 

 

 

Abzgl. Portfoliowertberichtigung

 

–0,7

 

–0,6

Nettobuchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte ohne Bonitätsbeeinträchtigung

 

1.482,6

 

1.149,2

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Überfällige und nicht bonitätsbeeinträchtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Bis 30 Tage überfällig

 

165,0

 

163,7

31 Tage bis 60 Tage überfällig

 

47,9

 

45,6

61 Tage bis 90 Tage überfällig

 

21,8

 

16,9

91 Tage bis 120 Tage überfällig

 

11,0

 

8,1

Mehr als 120 Tage überfällig

 

47,0

 

57,2

Summe

 

292,7

 

291,5

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität haben sich wie folgt entwickelt:

Wertberichtigungen für Forderungen mit beeinträchtigter Bonität
(Einzelwertberichtigungen)

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Anfangsbestand zum 01.04.

 

24,6

 

29,7

 

 

 

 

 

Zugang

 

11,4

 

7,1

Währungsdifferenzen

 

–0,2

 

–1,1

Konsolidierungskreisänderungen

 

–0,4

 

0,1

Auflösung

 

–3,7

 

–5,4

Verbrauch

 

–2,0

 

–5,2

Endbestand zum 31.03.

 

29,7

 

25,2

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Wertberichtigungen für Forderungen ohne beeinträchtigter Bonität (Portfoliowertberichtigungen)

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Anfangsbestand zum 01.04.

 

1,2

 

0,7

 

 

 

 

 

Veränderung

 

–0,5

 

–0,1

Endbestand zum 31.03.

 

0,7

 

0,6

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Im Geschäftsjahr 2019/20 ergaben sich keine wesentlichen Einzelveränderungen mit Einfluss auf die Portfoliowertberichtigung.

Die voestalpine hat die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die erwarteten Kreditverluste zum Bilanzstichtag auf Basis konzernexterner und -interner Informationen analysiert und darauf basierend beurteilt, ob eine Anpassung der Schätzung der Kreditverluste erforderlich ist. Grundlage für die Beurteilung waren dabei insbesondere aktuell verfügbare Informationen zur Änderung der Ausfallswahrscheinlichkeiten aufgrund der Pandemie sowie interne Einschätzungen zum Zahlungsverhalten und zum Ausfallsrisiko von Kontrahenten. Angesichts der aktuell sehr gering eingeschätzten Ausfallsrisiken geht die voestalpine davon aus, dass die Erhöhung des Kreditrisikos aufgrund der COVID-19-Pandemie keinen wesentlichen Einfluss auf das Konzernergebnis hat.

Währungsrisiko

Die größte Währungsposition im Konzern entsteht durch Einkäufe von Rohstoffen in US-Dollar, durch die weltweite Geschäftstätigkeit des voestalpine-Konzerns ergeben sich jedoch auch Währungs- exposure in diversen anderen Währungen.

Durch die Implementierung eines rollierenden Multi-Currency-Netting werden ein- und ausgehende Cashflows in den jeweiligen Währungen gegengerechnet. Durch den dadurch erzielten Natural Hedge wird Risiko vermindert. Eine weitere Möglichkeit ergibt sich aus der Nutzung von derivativen Sicherungsinstrumenten. Die voestalpine AG sichert die budgetierten Fremdwährungszahlungsströme bis maximal der nächsten zwölf Monate ab. Längerfristige Absicherungen werden nur bei kontrahierten Projektgeschäften durchgeführt. Die Sicherungsquote liegt zwischen 25 % und 100 %. Je weiter der Cashflow in der Zukunft liegt, desto geringer ist die Sicherungsquote.

Der Nettobedarf an US-Dollar des voestalpine-Konzerns lag im Geschäftsjahr 2019/20 bei 492,5 Mio. USD. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr (615,3 Mio. USD) begründet sich primär durch eine Mengenreduktion im Rohstoffeinkauf. Das restliche Fremdwährungsexposure, das insbesondere aus Exporten in den „Nicht-EUR-Raum“ und Rohstoffzukäufen resultiert, ist deutlich geringer als das USD-Risiko.

Fremdwährungsportfolio 2019/20

Anhand der Sensitivitätsanalyse ergeben sich per 31. März 2020 auf alle offenen Positionen im Vergleich zur Konzernwährung folgende Risiken für das nächste Geschäftsjahr:

Fremdwährungsportfolio 2019/20

 

 

Budgetierte Position

 

Kurs 31.03.2020

 

Budgetierte Position (EUR)

 

Budgetierte Position (EUR) +10%

 

Delta (EUR) +10%

 

Budgetierte Position (EUR) –10%

 

Delta (EUR) –10%

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

USD

 

–404,8

 

1,0956

 

–369,5

 

–335,9

 

33,6

 

–410,5

 

–41,1

CAD

 

62,1

 

1,5617

 

39,7

 

36,1

 

–3,6

 

44,1

 

4,4

GBP

 

34,9

 

0,8864

 

39,3

 

35,8

 

–3,6

 

43,7

 

4,4

SEK

 

–356,8

 

11,0613

 

–32,3

 

–29,3

 

2,9

 

–35,8

 

–3,6

PLN

 

122,7

 

4,5506

 

27,0

 

24,5

 

–2,5

 

30,0

 

3,0

RON

 

91,5

 

4,8283

 

19,0

 

17,2

 

–1,7

 

21,1

 

2,1

CNY

 

143,2

 

7,7901

 

18,4

 

16,7

 

–1,7

 

20,4

 

2,0

Sonstige

 

 

 

28,6

 

26,0

 

–2,6

 

31,7

 

3,2

Summe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

20,9

 

 

 

–25,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Zinsrisiko

Die voestalpine AG unterliegt primär einem Cashflow-Risiko (Risiko, dass sich der Zinsaufwand bzw. Zinsertrag zum Nachteil verändert) bei variabel verzinsten Finanzinstrumenten. Der dargestellte Bestand umfasst alle zinsreagiblen Finanzinstrumente (Kredite, Money Market, begebene und gekaufte Wertpapiere sowie Zinsderivate).

Das primäre Ziel des Zinsmanagements ist die Optimierung des Zinsaufwandes unter Berücksichtigung des Risikos.

Die variabel verzinsten Bestände der Passivseite übersteigen die Bestände der Aktivseite deutlich, sodass ein Anstieg der Geldmarktzinsen um einen Prozentpunkt das Zinsergebnis um 10,9 Mio. EUR belastet (2018/19: 13,9 Mio. EUR). Ein Zinsrückgang um einen Prozentpunkt entlastet das Zinsergebnis um –7,0 Mio. EUR (2018/19: –11,6 Mio. EUR).

Bei einer Zinsbindung von 0,00 Jahren (2018/19: 0,40 Jahre) – inklusive Money Market-Veranlagungen – liegt der gewichtete Durchschnittszinssatz aktivseitig bei –0,07 % (2018/19: 0,61 %) und auf der Passivseite bei einer Zinsbindung von 2,40 Jahren (2018/19: 2,01 Jahre) bei 1,42 % (2018/19: 1,78 %).

 

 

Bestand1

 

Gewichteter Durchschnitts­zinssatz

 

Duration (Jahre)

 

Durch­schnittliche
Kapital­bindung (Jahre)2

 

Cashflow-Risiko
+1 %-Punkt1

 

Cashflow-Risiko
–1 %-Punkt1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1

Angaben in Mio. EUR

2

exklusive revolvierender Exportkredite in Höhe von 241,0 Mio. EUR

aktiv

 

791,8

 

–0,07 %

 

0,00

 

0,00

 

–7,8

 

7,8

passiv

 

4.227,3

 

1,42 %

 

2,40

 

4,11

 

18,7

 

–14,8

netto

 

–3.435,5

 

 

 

 

 

 

 

10,9

 

–7,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Vorjahr waren die Bestände der Aktivseite in einem Ausmaß von 129,6 Mio. EUR im Wertpapierdachfonds V54 veranlagt. 100 % des Fondsvermögens waren in Anleihen und Geldmarktpapieren in Euro oder in Cash in den zwei Subfonds V101 (2018/19: 54,4 Mio. EUR) und V103 (2018/19: 25,0 Mio. EUR) sowie in diversen Spezialfonds (2018/19: 50,0 Mio. EUR) investiert. Im Geschäftsjahr 2019/20 konnten im Dachfonds V54 Erträge in Höhe von 2,01 % (2018/19: 0,47 %) verzeichnet werden. Der Wertpapierdachfonds V54 wurde im laufenden Geschäftsjahr aufgelöst.

Neben den Wertpapierfonds bestanden im Geschäftsjahr 2018/19 weitere Wertpapierpositionen in Höhe von 64,3 Mio. EUR.

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2019/20 wurde Hedge Accounting gemäß IFRS 9 zur Absicherung von Fremdwährungszahlungsströmen, von zinstragenden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie für die Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen angewandt. Dabei werden die abzusichernden Geschäfte in den Bereichen Fremdwährungs- und Zinssicherungen jeweils in ihrer Gesamtheit abgesichert. Bei der Sicherung von Rohstoffbezugsverträgen wird ausschließlich die Rohstoffindexkomponente abgesichert. Die Sicherungsquote wird dabei im Ausmaß von 100 % festgelegt. Die Absicherungen stellen Cashflow-Hedges dar. Hedge Accounting wird nur für einen Teil der abgeschlossenen Sicherungsgeschäfte angewendet.

Die folgenden derivativen Finanzinstrumente sind als Cashflow-Hedge eingestuft:

 

 

Nominale1

 

Marktwert

 

Bilanzposten, in dem das Sicherungs­instrument enthalten ist

 

Änderung des beizulegenden Zeitwerts als Grundlage für die Erfassung einer Ineffektivität

 

Ineffektivität

 

 

 

 

Vermögenswerte

 

Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

 

 

2018/19

 

2019/20

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow-Hedge

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremdwährungs­sicherungen

 

389,3

 

545,9

 

3,3

 

0,5

 

4,5

 

21,3

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Vermögenswerte)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten)

 

–1,2

 

–20,8

 

0,0

 

0,0

Rohstoff­sicherungen

 

88,5

 

207,4

 

9,2

 

1,0

 

0,4

 

23,0

 

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (Vermögenswerte)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten (Verbindlichkeiten)

 

8,8

 

–22,1

 

0,0

 

0,0

Summe

 

477,8

 

753,3

 

12,5

 

1,5

 

4,9

 

44,3

 

 

 

7,6

 

–42,9

 

0,0

 

0,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
Die als Cashflow-Hedge eingestuften derivativen Finanzinstrumente sind in Höhe von 508,8 Mio. EUR kurzfristig. Die Laufzeit des darüber hinausgehenden Teils beträgt überwiegend zwei bis drei Jahre.

Mio. EUR

Die gesicherten Volumina bei den wesentlichen Fremdwährungssicherungen stellen sich wie folgt dar:

 

 

Nominale
(Mio. EUR)
31.03.2019

 

Nominale
(Mio. EUR)
31.03.2020

 

Durch­schnittskurs
31.03.2019

 

Durch­schnittskurs
31.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow-Hedge

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremdwährungssicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

USD

 

389,3

 

412,6

 

1,1674

 

1,1660

Folgende Grundgeschäfte wurden abgesichert:

 

 

Wertänderung des gesicherten Grundgeschäftes als Grundlage für die Erfassung einer Ineffektivität

 

Cashflow-Hedge-Rücklage

`

 

31.03.2019

 

31.03.2020

 

31.03.2019

 

31.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow-Hedge

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremdwährungsrisiko (zukünftige Einkaufs- und Verkaufstransaktionen)

 

1,2

 

20,8

 

–1,2

 

–20,8

Rohstoffpreisrisiko (zukünftige Einkaufs- und Verkaufstransaktionen)

 

–8,8

 

22,1

 

8,8

 

–22,1

Summe

 

–7,6

 

42,9

 

7,6

 

–42,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Die Cashflow-Hedge-Rücklage entwickelte sich wie folgt:

Cashflow-Hedge

 

 

 

 

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Anfangsbestand zum 01.04.

 

8,7

 

5,6

 

 

 

 

 

Im sonstigen Ergebnis erfasste Sicherungsgewinne/-verluste

 

–2,1

 

–40,5

Fremdwährungssicherungen

 

–10,9

 

–18,5

Rohstoffsicherungen

 

8,8

 

–22,0

Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust (Umsatzerlöse)

 

–4,0

 

1,7

Fremdwährungssicherungen

 

–4,0

 

1,7

Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in den Gewinn oder Verlust (Finanzergebnis)

 

0,5

 

0,0

Zinssicherungen

 

0,5

 

0,0

Umgliederung aus dem sonstigen Ergebnis in nicht finanzielle Vermögenswerte

 

1,5

 

–11,6

Fremdwährungssicherungen

 

0,6

 

–2,8

Rohstoffsicherungen

 

0,9

 

–8,8

Latente Steuern auf Veränderungen der Cashflow-Hedge-Rücklage

 

1,0

 

12,6

Endbestand zum 31.03.

 

5,6

 

–32,2

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Folgende derivative Finanzinstrumente sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ihre Wertänderungen werden über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht:

 

 

Nominale

 

Marktwert

 

 

 

 

Vermögenswerte

 

Verbindlichkeiten

 

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremdwährungs­sicherungen

 

849,0

 

970,9

 

2,3

 

9,7

 

13,1

 

10,9

Cross Currency Swaps

 

191,0

 

153,6

 

14,1

 

41,2

 

2,9

 

0,0

Rohstoffsicherungen

 

11,3

 

3,1

 

1,2

 

–0,0

 

0,1

 

0,7

Summe

 

1.051,3

 

1.127,6

 

17,6

 

50,9

 

16,1

 

11,6

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Derivate, die als Cashflow-Hedge abgebildet werden, haben auf die Cashflows und das Periodenergebnis folgende Auswirkung:

 

 

Summe vertrag­liche Cashflows

 

Vertragliche Cashflows

 

 

 

bis 1 Jahr

 

über 1 Jahr und bis 5 Jahre

 

über 5 Jahre

 

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremdwährungssicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermögenswerte

 

3,3

 

0,5

 

3,3

 

0,5

 

0,0

 

0,0

 

0,0

 

0,0

Verbindlichkeiten

 

–4,5

 

–21,2

 

–2,2

 

–7,1

 

–2,3

 

–14,1

 

0,0

 

0,0

 

 

–1,2

 

–20,7

 

1,1

 

–6,6

 

–2,3

 

–14,1

 

0,0

 

0,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohstoffsicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermögenswerte

 

9,2

 

0,9

 

9,2

 

0,9

 

0,0

 

0,0

 

0,0

 

0,0

Verbindlichkeiten

 

–0,4

 

–23,0

 

–0,4

 

–22,9

 

0,0

 

–0,1

 

0,0

 

0,0

 

 

8,8

 

–22,1

 

8,8

 

–22,0

 

0,0

 

–0,1

 

0,0

 

0,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Die Nominalbeträge verteilen sich auf die zuvor angeführten Laufzeitbänder wie folgt:

 

 

Summe Nominale

 

Nominale

 

 

 

bis 1 Jahr

 

über 1 Jahr und bis 5 Jahre

 

über 5 Jahre

 

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

31.03.
2019

 

31.03.
2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fremdwährungssicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermögenswerte

 

246,7

 

39,3

 

246,7

 

38,0

 

0,0

 

1,3

 

0,0

 

0,0

Verbindlichkeiten

 

142,6

 

506,6

 

66,9

 

265,0

 

75,7

 

241,6

 

0,0

 

0,0

 

 

389,3

 

545,9

 

313,6

 

303,0

 

75,7

 

242,9

 

0,0

 

0,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rohstoffsicherungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vermögenswerte

 

73,5

 

21,9

 

73,2

 

21,1

 

0,3

 

0,8

 

0,0

 

0,0

Verbindlichkeiten

 

15,0

 

185,6

 

15,0

 

184,7

 

0,0

 

0,9

 

0,0

 

0,0

 

 

88,5

 

207,5

 

88,2

 

205,8

 

0,3

 

1,7

 

0,0

 

0,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Einteilung von Finanzinstrumenten

Kategorien

 

Finanz­instrumente, welche AC bewertet werden1

 

Hedge Accounting

 

Finanz­instrumente, welche FVTPL bewertet werden

 

Summe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktiva 31.03.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Finanzanlagen langfristig

 

2,4

 

 

33,4

 

35,8

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

 

1.209,62

 

12,4

 

160,9

 

1.382,9

Finanzanlagen kurzfristig

 

 

 

182,3

 

182,3

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

485,9

 

 

 

485,9

Buchwerte

 

1.697,9

 

12,4

 

376,6

 

2.086,9

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte, welche AC bewertet werden, stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
2
Die zum 31. März 2019 ausgewiesenen Forderungen in Höhe von 1.582,0 Mio. EUR wurden um 372,4 Mio. EUR (im Wesentlichen Forderungen gegenüber Finanzbehörden) bereinigt.

Mio. EUR

Kategorien

 

Finanz­instrumente, welche AC bewertet werden1

 

Hedge Accounting

 

Finanz­instrumente, welche FVTPL bewertet werden

 

Summe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktiva 31.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Finanzanlagen langfristig

 

4,1

 

 

48,4

 

52,5

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

 

901,4

 

1,5

 

162,6

 

1.065,5

Finanzanlagen kurzfristig

 

 

 

55,5

 

55,5

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

794,7

 

 

 

794,7

Buchwerte

 

1.700,2

 

1,5

 

266,5

 

1.968,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte, welche AC bewertet werden, stellt einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Mio. EUR

Kategorien

 

Finanzielle Verbindlich­keiten, welche AC bewertet werden

 

Hedge
Accounting

 

Finanzielle Verbindlich­keiten, welche FVTPL bewertet werden

 

Summe

 

 

Buchwerte

 

Zeitwerte

 

Buchwerte
(= Zeitwerte)

 

Buchwerte
(= Zeitwerte)

 

Buchwerte

 

Zeitwerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Passiva 31.03.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten langfristig

 

2.661,8

 

2.688,7

 

 

 

2.661,8

 

2.688,7

Finanzverbindlichkeiten kurzfristig

 

1.142,3

 

1.140,3

 

 

 

1.142,3

 

1.140,3

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten1

 

2.360,2

 

2.360,22

 

4,9

 

16,1

 

2.381,2

 

2.381,2

Summe

 

6.164,3

 

6.189,2

 

4,9

 

16,1

 

6.185,3

 

6.210,2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.
2
Die zum 31. März 2019 ausgewiesenen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.710,9 Mio. EUR wurden um 350,7 Mio. EUR (im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden und Mitarbeitern) bereinigt.

Mio. EUR

Kategorien

 

Finanzielle Verbindlichkeiten, welche AC bewertet werden

 

Hedge
Accounting

 

Finanzielle Verbindlichkeiten, welche FVTPL bewertet werden

 

Summe

 

 

Buchwerte

 

Zeitwerte

 

Buchwerte
(= Zeitwerte)

 

Buchwerte
(= Zeitwerte)

 

Buchwerte

 

Zeitwerte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Passiva 31.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzverbindlichkeiten langfristig

 

3.889,6

 

3.707,1

 

 

 

3.889,6

 

3.707,1

Finanzverbindlichkeiten kurzfristig

 

754,1

 

752,2

 

 

 

754,1

 

752,2

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten1

 

2.026,8

 

2.026,8

 

44,3

 

11,7

 

2.082,8

 

2.082,8

Summe

 

6.670,5

 

6.486,1

 

44,3

 

11,7

 

6.726,5

 

6.542,1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar.

Mio. EUR

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzverbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der emittierten Anleihen, in Stufe 2. Die Bewertung erfolgt nach der Discounted Cashflow-Methode, wobei die Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte am Markt beobachtbare Währungskurse, Zinssätze und Creditspreads sind. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Die Bewertung der emittierten Anleihen erfolgt nach Stufe 1 mit dem Börsenkurs zum Stichtag.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den Zeitwert dar.

Die folgende Tabelle analysiert die regelmäßigen Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten. Diesen Bewertungen ist eine Hierarchie für den beizulegenden Zeitwert zugrunde gelegt, welche die in die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eingehenden Eingangsparameter drei Stufen zuordnet. Die drei Stufen sind wie folgt definiert:

Eingangsparameter

Stufe 1

 

umfasst die an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (unverändert übernommenen) Preise, auf die das Unternehmen am Bewertungsstichtag zugreifen kann.

Stufe 2

 

umfasst andere Eingangsparameter als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder direkt oder indirekt beobachtbar sind.

Stufe 3

 

umfasst nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Schuld.

Hierarchiestufen für regelmäßige Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert

 

 

Stufe 1

 

Stufe 2

 

Stufe 3

 

Summe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.03.2019

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Finanzanlagen langfristig

 

1,3

 

 

32,1

 

33,4

Forderungen aus Derivaten – Hedge Accounting

 

 

12,4

 

 

12,4

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

 

 

17,6

 

143,3

 

160,9

Finanzanlagen kurzfristig

 

182,3

 

 

 

182,3

 

 

183,6

 

30,0

 

175,4

 

389,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Derivaten – Hedge Accounting

 

 

4,9

 

 

4,9

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

 

 

16,1

 

 

16,1

 

 

0,0

 

21,0

 

0,0

 

21,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

31.03.2020

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte

 

 

 

 

 

 

 

 

Andere Finanzanlagen langfristig

 

12,0

 

 

36,4

 

48,4

Forderungen aus Derivaten – Hedge Accounting

 

 

1,5

 

 

1,5

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

 

 

50,9

 

111,7

 

162,6

Finanzanlagen kurzfristig

 

55,5

 

 

 

55,5

 

 

67,5

 

52,4

 

148,1

 

268,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

Verbindlichkeiten aus Derivaten – Hedge Accounting

 

 

44,3

 

 

44,3

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

 

 

11,7

 

 

11,7

 

 

 

56,0

 

 

56,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Bei den derivativen Geschäften (Stufe 2) erfolgt eine Bewertung nach der Discounted Cashflow-Methode. Dabei wird jener Wert ermittelt, der erzielt werden würde, wenn das Sicherungsgeschäft glattgestellt würde (Liquidationsmethode). Eingangsgrößen für die Berechnung der Marktwerte sind am Markt beobachtbare Währungs- und Rohstoffkurse sowie Zinssätze. Basierend auf den Eingangsgrößen werden Fair Values durch Abzinsung der erwarteten zukünftigen Cashflows mit marktüblichen Zinssätzen errechnet.

Der voestalpine-Konzern erfasst Umgruppierungen zwischen verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie zum Ende der Berichtsperiode, in der die Änderung eingetreten ist. In den Geschäftsjahren 2018/19 und 2019/20 fanden keine Umgruppierungen statt.

In der folgenden Tabelle wird die Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte der Stufe 3 von der Eröffnungs- zur Schlussbilanz dargestellt:

Stufe 3 – FVTPL – Andere Finanzanlagen

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Anfangsbestand

 

32,1

 

32,1

 

 

 

 

 

Summe der in der Gewinn- und Verlustrechnung angesetzten Gewinne/Verluste:

 

 

 

 

Finanzaufwendungen/-erträge

 

0,0

 

4,3

Endbestand

 

32,1

 

36,4

 

 

 

 

 

Mio. EUR

In Stufe 3 ist die Beteiligung an der Energie AG Oberösterreich, die zum Fair Value bewertet wird, enthalten. Für diese kann der beizulegende Zeitwert aufgrund des Vorliegens eines einmal jährlich erstellten Bewertungsgutachtens der Energie AG Oberösterreich unter Berücksichtigung werterhellender Informationen als Ganzes verlässlich ermittelt werden.

Wesentliche Sensitivitäten in der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte können sich aus Veränderungen der zugrunde liegenden Marktdaten vergleichbarer Unternehmen sowie der in der Kapitalwertermittlung angesetzten Inputfaktoren (insbesondere Diskontierungssätze, Langfristprognosen, Planungsdaten etc.) ergeben.

Stufe 3 – FVTPL – Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
(Geschäftsmodell verkaufen)

 

 

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Anfangsbestand zum 01.04.

 

144,1

 

143,3

 

 

 

 

 

Abgänge

 

–144,1

 

–143,3

Zugänge

 

143,3

 

111,7

Endbestand zum 31.03.

 

143,3

 

111,7

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Die Forderungen in diesem Portfolio werden monatlich rollierend im Rahmen der Factoring-Programme des Konzerns verkauft. Die auf dieses Portfolio entfallenden Bewertungsergebnisse sind von untergeordneter Bedeutung.

Bei der Ermittlung des Fair Value für das Portfolio „Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Factoring gewidmet“ stellt das Kreditrisiko des jeweiligen Debitors den wesentlichsten Einflussfaktor dar. Eine Erhöhung/Verringerung der angesetzten Ausfallsraten um 1 % würde daher maximal eine Veränderung des Fair Value dieses Portfolios in gleicher Höhe bewirken, die Veränderung des Fair Value fällt allerdings in der Regel deutlich unterproportional aus, da für wesentliche Teile des Portfolios Kreditversicherungen vorliegen.

Die folgende Tabelle stellt die Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien dar:

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Finanzielle Vermögenswerte AC

 

4,5

 

10,5

Finanzielle Verbindlichkeiten AC

 

–114,8

 

–118,0

Finanzielle Vermögenswerte FVTPL

 

11,4

 

–2,3

Derivate FVTPL

 

–5,5

 

35,6

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen für finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, stellen sich wie folgt dar:

 

 

2018/19

 

2019/20

 

 

 

 

 

Gesamtzinserträge

 

11,2

 

16,4

Gesamtzinsaufwendungen

 

–114,8

 

–118,0

 

 

 

 

 

Mio. EUR

Der Wertminderungsaufwand für Finanzinstrumente, welche AC bewertet werden, beträgt 8,8 Mio. EUR (2018/19: 13,4 Mio. EUR), die Auflösungen von Wertberichtigungen betragen 5,4 Mio. EUR (2018/19: 3,7 Mio. EUR).


Über voestalpine

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und arbeitet intensiv an Technologien zur Dekarbonisierung und langfristigen Reduktion ihrer CO2-Emissionen. Im Geschäftsjahr 2019/20 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 12,7 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,2 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 49.000 Mitarbeiter.

Fakten

50 Länder auf allen fünf Kontinenten
500 Konzerngesellschaften und -standorte
49.000 Mitarbeiter weltweit

Ergebnis GJ 2019/20

€ 12,7 Mrd.

Umsatz

€ 1,2 Mrd.

EBITDA

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