ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme

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ESRS E4 Biologische Vielfalt und Ökosysteme

Der Erhalt der biologischen Vielfalt und der Schutz ökologisch sensibler Lebensräume gehören zu den umweltbezogenen Handlungsfeldern der voestalpine. Das Unternehmen setzt sich intensiv mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen seiner Geschäftstätigkeit und seiner Wertschöpfungskette auf biologische Vielfalt und Ökosysteme auseinander.

Detaillierte Informationen zu den ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen (IRO) im Zusammenhang mit Biodiversität und Ökosystemen sind in der IRO-Tabelle dargestellt.

Nachfolgende Tabelle enthält spezifische Angaben zu SBM‑3:

Biologische Vielfalt und Ökosysteme – IRO

Thema/Unter-/
(Unter-)thema

 

 

 

Auswirkung, Risiko, Chance (IRO)

 

Beschreibung

 

Wert­schöpfungs­kette

 

Zeit­horizont

 

Betroffene Stakeholder:innen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biologische Vielfalt und Ökosysteme

 

 

Biodiversität in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

 

In der vorgelagerten Wertschöpfungskette treten Auswirkungen auf die Ökosysteme und Biodiversität auf, insbesondere durch die Gewinnung von Schlüsselrohstoffen für den Produktionsprozess der voestalpine, wie Eisenerz und Kohle (z. B. Auswirkungen auf den Umfang und den Zustand von Ökosystemen durch Rohstoffabbau).

 

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  • Umwelt
  • Lieferant:innen
  • Lokale, nationale und internationale Behörden
IRO LEGEND TFOOT

Legende

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

tatsächlich positive Auswirkung

potenziell positive Auswirkung

Chance

 

 

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vorgelagert

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eigener Betrieb

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nachgelagert

tatsächlich negative Auswirkung

potenziell negative Auswirkung

ǃ

Risiko

< 1 Jahr

1–5 Jahre

5–10 Jahre

10+ Jahre

Strategie

E4‑1 – Übergangsplan und Berücksichtigung von biologischer Vielfalt und Ökosystemen in Strategie und Geschäftsmodell

Im Rahmen der Wesentlichkeitsbewertung hat die voestalpine analysiert, in welchem Ausmaß biologische Vielfalt und Veränderungen von Ökosystemen Auswirkungen, Risiken und Chancen auf das Geschäftsmodell haben. Die voestalpine erkennt an, dass ihre Treibhausgasemissionen den Klimawandel vorantreiben und dieser wiederum Biodiversität beeinflusst. Da dieser Zusammenhang jedoch global auftritt und nicht unmittelbar auf spezifische Ökosysteme oder lokale Standorte wirkt, lässt er sich nicht direkt messen. Während der Biodiversitätsverlust ein lokales Phänomen ist, wirken Emissionen weltweit, daher wird der direkte Einfluss des Klimawandels auf den Biodiversitätsverlust im eigenen Betrieb nicht als wesentliches Thema für die voestalpine betrachtet. Wesentliche Auswirkungen wurden dabei in der vorgelagerten Wertschöpfungskette identifiziert, insbesondere im Zusammenhang mit der Rohstoffgewinnung. Für die eigenen, überwiegend in industriell genutzten Gebieten liegenden Standorte wurden hingegen keine Auswirkungen auf Biodiversität oder Ökosysteme festgestellt. Ebenso wurden keine wesentlichen physischen oder transitorischen Risiken identifiziert, die im Rahmen der übergreifenden Klimarisikoanalyse analysiert wurden. Darüber hinaus zeigt die Analyse, dass das Geschäftsmodell der voestalpine derzeit keine unmittelbare oder wesentliche Abhängigkeit von biologischer Vielfalt oder spezifischen Ökosystemdienstleistungen aufweist. Vor diesem Hintergrund wurde bislang keine separate Resilienzanalyse in Bezug auf biologische Vielfalt und Ökosysteme durchgeführt. Mehr Details zu den Analyseergebnissen können im Kapitel ESRS 2 IRO‑1 – E4 nachgelesen werden.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

E4‑2 – Konzepte im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Die voestalpine berücksichtigt entsprechende Aspekte im Hinblick auf den Schutz lokaler Umweltbedingungen und die Einhaltung umweltrechtlicher Vorgaben im Rahmen der bestehenden Umweltmanagementsysteme auf Standortebene.

Darüber hinaus hat die voestalpine den Verhaltenskodex und den Verhaltenskodex für Geschäftspartner:innen im Berichtszeitraum gezielt um den Themenkomplex biologische Vielfalt und Schutz von Ökosystemen erweitert. Diese Erweiterung soll Bewusstseinsbildung zum Thema biologische Vielfalt fördern. Zukünftig soll so der Aufbau nachhaltiger Lieferketten und auch die strategische Auswahl von Partner:innen unter Einbezug des Aspekts Biodiversität ermöglicht werden. Nähere Informationen zum Verhaltenskodex für Geschäftspartner:innen sind im Kapitel G1‑1 unter dem Punkt „Verhaltenskodex (Code of Conduct) und darauf basierendes Compliance-Regelwerk“ beschrieben. Derzeit arbeitet man basierend auf oben genanntem Konzept an der Entwicklung eines konzernweiten Ansatzes, um Biodiversitätsaspekte systematisch in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu berücksichtigen und zu evaluieren. Die Maßnahmen dieses Ansatzes befassen sich mit der Implementierung in das Lieferant:innen-Management und sind im nachfolgenden Kapitel E4‑3 beschrieben. Diese Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen auf Ökosysteme führen und eine entsprechende Datenbasis liefern. Darauf aufbauend wird man sich künftig mit der Entwicklung von möglichen weiteren Konzepten auseinandersetzen.

Konzeptübersicht

Adressiertes IRO

 

Konzept

 

Umfang des Konzepts

 

Verantwortlichkeit & Monitoring

 

Sonstige Anmerkungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biodiversität in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

 

Verhaltenskodex für Geschäftspartner:innen

 

Geschäftspartner:innen

 

Verantwortlichkeit: Vorstand/Geschäftsführung

Monitoring Compliance-Regelwerk: Compliance-Organisation

 

  • Ergebnis zahlreicher Gespräche und Diskussionen auf Vorstands-, Geschäftsführungs- sowie Bereichsleitungsebene im voestalpine-Konzern
  • Verhaltenskodex sowie Menschenrechtscharta, UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, Grundsätze des UN Global Compact und Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO)
  • Verfügbar in mehreren Sprachen im Intranet und auf der Website: https://www.voestalpine.com/compliance

E4‑3 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Das Management wesentlicher Nachhaltigkeitsaspekte erfolgt in der voestalpine durch gezielte Maßnahmen und Aktionspläne. Diese zielen darauf ab, tatsächliche Auswirkungen zu verhindern, zu mindern oder zu beheben. Basierend auf der Identifizierung relevanter Auswirkungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette wurden erste Maßnahmen gesetzt.

Um die vorgelagerten negativen Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosysteme gezielt zu minimieren, ist ein tiefgreifendes Verständnis der Lieferant:innen von entscheidender Bedeutung. Zur systematischen Erfassung des ökologischen Fußabdrucks entlang der Lieferkette hat die voestalpine einen spezialisierten Fragebogen entwickelt. Dieser dient der strukturierten Erhebung relevanter Informationen zur Erhaltung biologischer Vielfalt sowie zur ökologischen Verantwortung im Rohstoffabbau. Der Fokus liegt auf ausgewählten Rohstofflieferant:innen – insbesondere solchen mit erheblichem Einfluss auf natürliche Lebensräume, wie bei Erzen und Kohle. Die voestalpine möchte dadurch ein Verständnis für die ökologischen Praktiken der Lieferant:innen erlangen und eine Datenbasis schaffen. Auf dieser Grundlage lassen sich Risiken besser bewerten und zukünftig weitere Maßnahmen oder Konzepte ableiten.

Die voestalpine möchte den verantwortungsvollen Umgang mit natürlichen Lebensräumen künftig auch systematisch im Lieferant:innen-Management integrieren. Eine Integration des spezialisierten Fragebogens in den Fragebogen zur Selbstbewertung (Supplier Assessment Questionnaire, SAQ) wird derzeit erarbeitet. Damit wird sichergestellt, dass der Schutz biologischer Vielfalt zu einem integralen Bestandteil der Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette wird.

Diese laufenden Maßnahmen sollen in den nächsten Jahren neben einer Bewusstseinbildung auch zur Schaffung eines Überblicks über Praktiken und Risiken bezüglich ökologischer Vielfalt bei den Lieferant:innen beitragen. Dies möchte man zukünftig als Basis heranziehen, um die Einführung von weiteren Maßnahmen prüfen zu können. Dadurch soll es neben der Erfüllung regulatorischer Anforderungen, wie beispielsweise CSDDD, auch zu einer Stärkung der Transparenz und einer Risikominierung in der Lieferkette hinsichtlich Biodiversität kommen.

Kompensationsmaßnahmen für Auswirkungen auf biologische Vielfalt und Ökosysteme werden von der voestalpine aktuell nicht durchgeführt.

Die voestalpine verfügt über keine Standorte in Gebieten mit indigener Bevölkerung. Indigenes Wissen wird bei der Umsetzung der Aktivitäten daher nicht berücksichtigt.

Maßnahmenübersicht

Adressiertes IRO

 

Maßnahme

 

Zeithorizont

 

Umfang der Maßnahme

 

Erhebliche Ausgaben (falls relevant) / sonstige Anmerkungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Biodiversität in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

 

Integration des Lieferant:innen-Fragebogens zu biologischer Vielfalt und Ökosystemen in den SAQ

 

Laufende Maßnahme

 

Ausgewählte Rohstofflieferant:innen

 

Ggf. Ableitung von konzernalen Zielen basierend auf Maßnahmen nach erster Evaluierung

Kennzahlen und Ziele

E4‑4 – Ziele im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen

Derzeit gibt es in der voestalpine keine Zielsetzungen im Bereich biologische Vielfalt und Ökosysteme. In den kommenden Jahren soll eine fundierte Datengrundlage geschaffen werden, auf deren Basis mittel- bis langfristig konkrete Ziele entwickelt und verankert werden können. Die unter E4‑3 genannten allgemeinen Maßnahmen befinden sich derzeit noch in der Einführungsphase, daher kann ihre Wirksamkeit erst zu einem späteren Zeitpunkt evaluiert werden.

CSDDD (Corporate Sustainability Due Diligence Directive)
EU-Lieferkettenrichtlinie.
IRO (Impacts, Risks and Opportunities)
Auswirkungen, Risiken und Chancen.

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