Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsrats- und Ausschuss­sitzungen im Geschäfts­jahr 2025/26

Anzahl und wesentliche Inhalte der Aufsichtsrats- und Ausschuss­sitzungen im Geschäfts­jahr 2025/26

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2025/26 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von sechs Plenarsitzungen, drei Sitzungen des Prüfungsausschusses, zwei Sitzungen des Präsidialausschusses und einer Sitzung des Vergütungsausschusses wahrgenommen.

In den Plenar- und Prüfungsausschusssitzungen hat der Vorstand über die Lage der Gesellschaft sowie die operative Entwicklung der voestalpine AG und ihrer Divisionen einschließlich der finanziellen Gebarung schriftlich und mündlich umfassend Auskunft erteilt.

Der Aufsichtsrat befasste sich in seinen Sitzungen im Geschäftsjahr 2025/26 neben diesen laufenden Berichten auch mit dem Vorschlag zur Wahl eines neuen Mitglieds aufgrund des Ausscheidens von Dr. Heinrich Schaller und mit der Wiederbestellung jener drei Mitglieder des Vorstandes, deren Funktionsperiode mit 31. März 2027 ausläuft. In der Sitzung am 18. März 2026 wurden Mag. Gerald Mayer als Finanzvorstand und Dr. Carola Richter als Leiterin der Metal Forming Division jeweils für fünf Jahre und somit für den Zeitraum von 1. April 2027 bis 31. März 2032 wiederbestellt. Dipl.-Ing. Dr. Reinhard Nöbauer, Leiter der High Performance Metals Division, wurde für drei Jahre, d. h. für den Zeitraum von 1. April 2027 bis 31. März 2030 wiederbestellt; er wird mit Auslaufen der Funktionsperiode am 31. März 2030 im 67. Lebensjahr stehen. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich ferner mit den im Jänner 2025 erfolgten Änderungen zum Österreichischen Corporate Governance Kodex, dem Review der Strategie 2030+, dem Prozess der Nachfolgeplanung in der voestalpine, dem für verschiedene Metallurgie-Transformationsszenarien im Zeitraum bis 2050 erforderlichen Energiemix inklusive dessen Beschaffungsmöglichkeiten und ergänzend zum Vorjahr erneut mit dem Ausbau der Kreislaufwirtschaft auf Basis nachhaltiger – insbesondere schrottbasierter – Recyclingmodelle. Nicht zuletzt waren die Sitzungen des Aufsichtsrates in hohem Maße auch wieder geprägt durch die Berichterstattung des Vorstandes über den jeweiligen Umsetzungsstand der Maßnahmen zur Dekarbonisierung der Stahlerzeugung („greentec steel“) an den Standorten Linz, Österreich, und Donawitz, Österreich.

Der Prüfungsausschuss beschäftigte sich in erster Linie mit der Vorbereitung und Prüfung des Konzern- und Einzelabschlusses sowie der Nachhaltigkeitsberichterstattung der voestalpine AG. Im Gegensatz zum Vorjahr erfolgt die Nachhaltigkeitsberichterstattung 2025/26 nicht freiwillig nach den Vorgaben der European Sustainability Standards (ESRS), sondern auf Basis des im Februar 2026 in Österreich in Kraft getretenen Nachhaltigkeitsberichtsgesetzes (NaBeG). Weitere Themen des Prüfungsausschusses waren die Frage der Unabhängigkeit der Abschlussprüferin, das Interne Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem sowie die Interne Revision und Themen der Compliance.

Der Präsidialausschuss befasste sich mit dem Beschlussvorschlag zur Neuwahl eines Mitglieds des Aufsichtsrates anlässlich der Hauptversammlung 2025 sowie mit dem Vorschlag an den Aufsichtsrat zur Wiederbestellung von Mag. Gerald Mayer, Dipl.-Ing. Dr. Reinhard Nöbauer und Dr. Carola Richter als Mitglieder des Vorstandes. Darüber hinaus beschäftigte er sich mit der Zielerreichung sowie Vertragsangelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes. Der Vergütungsausschuss überwachte die Einhaltung der Vergütungspolitik im Rahmen der Anstellungsverträge der Mitglieder des Vorstandes.

Vertreterinnen der Abschlussprüferin, die Deloitte Audit Wirtschaftsprüfungs GmbH, haben an allen drei Prüfungsausschusssitzungen im Geschäftsjahr 2025/26 teilgenommen und standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

In der Sitzung am 18. März 2026 führte der Aufsichtsrat zudem die gemäß Regel 36 des Corporate Governance Kodex vorgesehene Selbstevaluierung durch und behandelte ohne Beisein des Vorstandes anhand einer Frageliste die generelle Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Qualität und Umfang der dem Aufsichtsrat zur Verfügung gestellten Unterlagen sowie organisatorische Fragen.

ESRS (European Sustainability Reporting Standards)
Europäische Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Worüber möchten Sie mehr erfahren?

Ergebnisse