Attraktivität als Arbeitgeber

      Mitarbeiterbefragung

      Die voestalpine erhebt regelmäßig die Zufriedenheit der Mitarbeiter durch die konzernweite Mitarbeiterbefragung. Die letzte fand im Herbst 2019 statt. Seither wurden die Ergebnisse aufgearbeitet, geeignete Maßnahmen definiert und deren Umsetzung verfolgt. Die zwei wichtigsten vereinbarten Maßnahmen pro Gesellschaft wurden mit Ende September 2020 in einem konzernweiten Reportingtool gemeldet (gesamt 428 Maßnahmen von 215 Gesellschaften). Mit 31.3.2022 befanden sich bereits 90 % der Maßnahmen in Umsetzung bzw. konnten als umgesetzt betrachtet werden.

      Die nächste konzernweite Mitarbeiterbefragung findet im Herbst 2022 statt. Diese wird in 233 Konzerngesellschaften in 47 Ländern durchgeführt und in 25 verschiedenen Sprachen zur Verfügung stehen. Erhoben wird erneut der sogenannte Engagement-Wert, der die Verbundenheit des Mitarbeiters mit dem eigenen Unternehmen beschreibt. Zusätzlich werden zehn weitere Fragen gestellt, die sich u. a. mit den Themen „Berufliche Entwicklungsmöglichkeiten“, „Work-Life-Balance“, „Zusammenarbeit mit Kollegen“ sowie dem Feedback zur Führungskraft beschäftigen.

      Employer Branding

      Die Positionierung als attraktiver Arbeitgeber hat für die voestalpine einen hohen Stellenwert. Nur mit engagierten und fachlich kompetenten Mitarbeitern kann der Konzern Innovationen vorantreiben und sich am Markt erfolgreich behaupten. Die regelmäßige Mitarbeiterbefragung ist dabei das Barometer zur Mitarbeiterzufriedenheit und führt zur Entwicklung von internen Maßnahmen. Auch extern werden zahlreiche Aktivitäten im Personalmarketing gesetzt, um die Arbeitgebermarke voestalpine zu stärken, etwa Kooperationen mit (v. a. technischen) Universitäten, Teilnahme an Karrieremessen und Sponsoring. Eine starke Präsenz auf relevanten Online- und Social-Media-Kanälen sowie eine aktive Berichterstattung aus dem Unternehmen erhöhen die Sichtbarkeit der voestalpine bei den Zielgruppen.

      Weltweite Fortbildungsinitiative zum Thema „Retention Management“

      Im Zuge unserer jährlichen Fortbildungsinitiative für alle Mitarbeiter, die konzernweit im Bereich Human Resources (HR) tätig sind, wurden im Geschäftsjahr 2021/22 Impulsvorträge zum Thema Mitarbeiterbindung angeboten. Fachexperten haben unterschiedliche Hebel vorgestellt, die der Entwicklung der Organisation und der Mitarbeiter dienen, sodass die Beziehung langfristig und für beide Seiten zufriedenstellend gestärkt wird. Die Personalverantwortlichen haben erfahren, wie Retention Management funktioniert und wie sie selbst beratend und begleitend die individuelle Mitarbeiterbindung fördern können. Ziel der Initiative war es, ein realistisches Bild davon zu vermitteln, wie durch eine gelungene Beziehungsgestaltung zwischen Mensch und Organisation alle Beteiligten ihr Potenzial voll entfalten können.

      Mitarbeitergespräch

      Das Mitarbeitergespräch hat sich in vielen voestalpine-Unternehmen bereits als zentrales Instrument der Personalentwicklung etabliert. Ein strukturierter jährlicher Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter abseits des Arbeitsalltags bildet die Grundlage für eine positive Zusammenarbeit. Die Hauptunterschiede zu anderen Gesprächen sind sorgfältige Vorbereitung, Regelmäßigkeit und Dokumentation. Man nimmt sich eine Auszeit, um Grundsätzliches zu besprechen – bildlich gesprochen wechselt man vom „Spielfeld“ des Alltags auf die Tribüne, um auf das „Laufende“ gemeinsam zu reflektieren.

      Unternehmensweit sind Mitarbeitergespräche verpflichtend mit allen Angestellten zu führen. Die Einführung geeigneter Instrumente für Arbeiter (z. B. in Form von Teammitarbeitergesprächen) wird empfohlen, ist jedoch nicht in den verbindlichen Standards enthalten. Standardisierte Fragebögen und Leitfäden werden zentral angeboten, gesellschafts- und länderspezifische Anpassungen sind dennoch möglich.

      Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden konzernweit 28.959 Mitarbeitergespräche durchgeführt.

      Schutz der Mitarbeiter während der Corona-Pandemie

      Auch das letzte Geschäftsjahr war von der Corona-Pandemie sowie den damit verbundenen lokalen und nationalen Maßnahmen geprägt und für unsere Mitarbeiter sehr herausfordernd. Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter stehen an oberster Stelle und so wurden die auf Divisions- und Konzernebene bereits 2020 installierten „Corona Task Forces“ weitergeführt, um in enger Abstimmung mit dem Konzernvorstand operative Maßnahmen gemeinsam zu erarbeiten und immer an die aktuelle Lage anzupassen. Parallel dazu steht die voestalpine im ständigen Austausch mit Behörden und Belegschaftsvertretern.

      Maßnahmen umfassen unter anderem die Möglichkeit von vermehrtem Teleworking für jene Mitarbeiter, die ihre Arbeit von zuhause erledigen können, die Reduktion von Präsenz-Besprechungen und Dienstreisen auf das notwendige Minimum bzw. die Umstellung auf digitale Formate, wo möglich. Das Unternehmen achtet auf umfassende Hygienemaßnahmen und stellt weiterhin Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel zur Verfügung. An vielen Standorten wurden mit Unterstützung von Betriebsmedizinern Impfaktionen durchgeführt und auch generell hat sich die voestalpine bei diversen nationalen Werbekampagnen für die Impfung eingebracht. Sämtliche Maßnahmen wurden breitflächig und laufend an unsere Mitarbeiter kommuniziert.

      Dass der Betrieb unserer Produktionsstätten und das Tagesgeschäft unseres Konzerns trotz aller Einschränkungen und Bedrohungen so erfolgreich laufen, ist dem Einsatz und der Flexibilität jedes einzelnen Mitarbeiters zu verdanken.

      Recruiting in Zeiten der Corona-Pandemie

      Die Corona-Pandemie bringt auch in der Personalbeschaffung Herausforderungen mit sich und machte Anpassungen im Recruiting-Prozess nötig. So wurde, wo es möglich war, auf Telefon- oder Videointerviews umgestellt. Persönliche Gespräche fanden unter Einhaltung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen wie Masken und Mindestabstand statt. Neben Desinfektionsmitteln wurden auch Plexiglaswände zum Schutz der Gesprächspartner eingesetzt.