Forschung und Entwicklung für nachhaltige Werkstoffe und Anwendungen

Die Entwicklungsschwerpunkte der voestalpine liegen auf der forcierten Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette, innovativen Konzepten für die Mobilitätsindustrie sowie der Ermöglichung einer CO2-neutralen Stahlproduktion.

Wichtige F&E-Aktivitäten gelten Mobilität und Energie – jenen Branchen, die auch die umsatzstärksten in der voestalpine sind. Diese technologieintensiven Bereiche unterliegen derzeit einem starken Wandel hin zu ressourcenschonenden, nachhaltigen Konzepten.

Der Werkstoff Stahl ist dabei nicht wegzudenken. Er trägt auf zweifache Weise zur Nachhaltigkeit bei: Einerseits kann er zur Gänze recycelt und immer wieder verwendet werden; andererseits ermöglicht Stahl durch seine Produkteigenschaften den Leichtbau in unterschiedlichen Anwendungen.

Die voestalpine entwickelt hoch- und höchstfeste Stähle, pressgehärtete sowie high ductility-Stähle mit erhöhter Umformbarkeit für den Leichtbau in der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie. Damit können der Treibstoffverbrauch und Emissionen bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren reduziert werden. Weitere nachhaltige Effekte sind eine höhere Zuladung bei Nutzfahrzeugen und damit weniger Fahrten, aber auch die Erhöhung der Reichweite bei batteriebetriebenen Fahrzeugen.

Die Kompetenz in der Entwicklung von höchstfesten Stählen inklusive perfekt angepassten Schweißtechnologien kommt auch in der Bahninfrastruktur zur Anwendung. Die Entwicklung von TransANT, einem um rund 20 % leichteren Waggon, wurde 2019 mit dem österreichischen Staatspreis für Mobilität ausgezeichnet. Der Plattformwagen ist robust und flexibel einsetzbar, erlaubt höhere Zuladung und erspart somit viele Zugfahrten.

Im Bereich Bahnsysteme liegen die F&E-Schwerpunkte einerseits auf der Weiterentwicklung des Schienenwerkstoffs zu verschleißresistenten Stahlgüten, andererseits auf der Digitalisierung der Weichensysteme. Damit wird eine hohe Verfügbarkeit des Bahnfahrweges erreicht, die Sicherheit erhöht und der Verbrauch von Ressourcen und Energie gesenkt.

Auch bei Sonderwerkstoffen liegt der Fokus auf Nachhaltigkeit. So hat die voestalpine für Hersteller von Schweizer Premiumuhren eine neue Stahllegierung entwickelt, die nicht nur besonders hautverträglich und abriebfest ist, sondern auch ressourcenschonend aus bis zu 70 % recyceltem Stahl hergestellt wird.

Die junge Technologie des Metal Additive Manufacturing ermöglicht durch die optimale Anpassung an die Einsatzgebiete die Herstellung von Werkzeugen mit einer besonders langen Lebensdauer und deutlich reduzierter Ausschussquote. Sämtliche Verfahrensschritte, von der Metallpulverherstellung über Design und Konstruktion, die additive Fertigung selbst und die Nachbearbeitung, werden von der voestalpine entwickelt und durchgeführt.

Batterien von E-Fahrzeugen, deren Ladekapazität für den ursprünglichen Einsatz nicht mehr ausreicht, kommen in sogenannten Speicherparks zum Einsatz, wo sie Strom aus regenerativen Quellen speichern. Sie tragen damit zur Netzstabilisierung und zum Ausgleich von Leistungsspitzen bei. Die voestalpine liefert für diese Parks hochqualitative Lagerkonstruktionen, die die hohen Anforderungen hinsichtlich Konnektivität, stabiler Umgebungstemperatur und Brandschutz bestens erfüllen.


Über voestalpine

Die voestalpine ist ein in seinen Geschäftsbereichen weltweit führender Stahl- und Technologiekonzern mit kombinierter Werkstoff- und Verarbeitungskompetenz. Die global tätige Unternehmensgruppe verfügt über rund 500 Konzerngesellschaften und -standorte in mehr als 50 Ländern auf allen fünf Kontinenten. Sie notiert seit 1995 an der Wiener Börse. Mit ihren qualitativ höchstwertigen Produkt- und Systemlösungen zählt sie zu den führenden Partnern der Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie der Luftfahrt- und Öl- & Gasindustrie und ist darüber hinaus Weltmarktführer bei Bahninfrastruktursystemen, bei Werkzeugstahl und Spezialprofilen. Die voestalpine bekennt sich zu den globalen Klimazielen und arbeitet intensiv an Technologien zur Dekarbonisierung und langfristigen Reduktion ihrer CO2-Emissionen. Im Geschäftsjahr 2019/20 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 12,7 Milliarden Euro ein operatives Ergebnis (EBITDA) von 1,2 Milliarden Euro und beschäftigte weltweit rund 49.000 Mitarbeiter.

Fakten

50 Länder auf allen fünf Kontinenten
500 Konzerngesellschaften und -standorte
49.000 Mitarbeiter weltweit

Ergebnis GJ 2019/20

€ 12,7 Mrd.

Umsatz

€ 1,2 Mrd.

EBITDA

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