Steel Division

Steel Division

Quartalsentwicklung der Steel Division

Mio. EUR

1 Q 2025/26

1 Q 2026/27

Veränderung
in %

 

01.04.–
30.06.2025

01.04.–
30.06.2026

 

 

 

 

Umsatzerlöse

1.493,8

1.530,5

2,5

EBITDA

189,8

218,4

15,1

EBITDA-Marge

12,7 %

14,3 %

 

EBIT

126,1

153,1

21,4

EBIT-Marge

8,4 %

10,0 %

 

Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode

10.586

10.753

1,6

Stahlcoil wird von einem Kran gehalten, überlagert mit digitalem grünem Symbol und technischen Datenanzeigen – Symbolbild für digitalisierte Stahlproduktion (photo)

greentec steel in Linz

Mit greentec steel schaffen wir an unserem Standort in Linz die Voraussetzung für eine neue, CO2‑reduzierte Stahlerzeugung und bauen dafür zentrale Infrastrukturen auf und aus.

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Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die Steel Division zeigte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 trotz herausfordernder Marktbedingungen eine stabile und insgesamt positive Entwicklung. Ausschlaggebend dafür war die unverändert konsequente Ausrichtung auf hochwertige Stahlbleche für technologisch anspruchsvolle Anwendungen und eine starke Positionierung in Premiumsegmenten.

Der europäische Stahlmarkt war im Berichtsquartal weiterhin von hohen Importvolumina geprägt. Hintergrund war, dass Händler:innen sowie vereinzelt auch Kund:innen ihre Bestände im Vorfeld des Inkrafttretens der neuen EU‑Safeguard‑Maßnahmen gezielt erhöhten. Mit dem Auslaufen der bisherigen Regelungen zum 30. Juni 2026 und dem Inkrafttreten der neuen Schutzmaßnahmen per 1. Juli 2026 wurde zusammen mit dem CO2‑Grenzausgleichsmechanismus (CBAM) ein deutlich robusterer handelspolitischer Rahmen zum Schutz der europäischen Stahlindustrie etabliert. Vor diesem Hintergrund blieb die Nachfrage insgesamt trotzdem schwach. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres wurden Importe vorgezogen, um Zölle zu vermeiden – der dadurch höhere Lagerstand löste eine leichte preisliche Korrektur aus. In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres sollten diese Effekte bereinigt werden, weshalb von einer deutlichen positiven Preistendenz auszugehen ist.

Im Detail entwickelten sich die Marktsegmente im 1. Quartal 2026/27 wie folgt:

Die Nachfrage aus der Automobilindustrie blieb insgesamt robust. Trotz eines rückläufigen Produktionsniveaus in Europa konnte die Steel Division dank exzellenter Produktqualität, hoher Liefertreue sowie stabiler Logistiklösungen weitere Marktanteile gewinnen.

Das breit diversifizierte Geschäftsmodell, das nicht von einzelnen OEMs abhängt, erwies sich erneut als stabilisierend. Unterstützend wirkten zudem selektive Preisabschlüsse sowie eine weiterhin solide Nachfrage in spezifischen Produktsegmenten.

Der Energiebereich zeigte im 1. Quartal 2026/27 im Vergleich zum Vorquartal eine etwas verhaltenere Entwicklung. Der Markt für hochwertige Grobbleche, in dem voestalpine eine führende Position einnimmt, profitierte in den ersten Monaten noch von guten Projektabschlüssen aus dem Vorjahr. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist jedoch mit einer Abschwächung der Dynamik im Energiesegment zu rechnen. Die starke Positionierung der Steel Division im Premiumsegment mit höchsten technischen Anforderungen bleibt unverändert intakt. Im Zuge des Konflikts im Nahen Osten kam es zu zeitlichen Verschiebungen einzelner Projekte.

Die Bauindustrie zeigte im 1. Quartal 2026/27 weiterhin eine verhaltene Entwicklung, insbesondere im Hoch- und Industriebau. Eine nachhaltige Belebung der Bautätigkeit blieb aus, was vor allem auf die anhaltend schwache Investitionstätigkeit in Europa zurückzuführen ist. Lediglich punktuell waren leichte positive Impulse erkennbar.

Auch der Maschinen- und Stahlbau entwickelte sich stabil auf insgesamt gedämpftem Niveau. Die Nachfrage blieb damit im Quartalsverlauf zurückhaltend, geprägt von einer niedrigen Investitionsdynamik.

Die Umsetzung des Transformationsprojekts greentec steel am Standort Linz wurde auch im 1. Quartal 2026/27 planmäßig vorangetrieben. Die Inbetriebnahme des neuen Elektrolichtbogenofens ist wie geplant für das Ende des laufenden Geschäftsjahres vorgesehen.

Entwicklung Finanzkennzahlen

Die Umsatzerlöse der Steel Division liegen im 1. Quartal 2026/27 mit 1.530,5 Mio. EUR um 2,5 % über dem Wert des Vorjahres (Q1 2025/26: 1.493,8 Mio. EUR). Während sich das Preisniveau weitgehend stabil entwickelte, nahmen die Versandmengen im Vorjahresvergleich leicht zu.

Auf der Ergebnisseite konnte die Steel Division ebenfalls zulegen und das gute Niveau des 1. Quartals 2025/26 übertreffen. Eine Entlastung bei Rohstoffen und Energien führte zu einer Ausweitung der Bruttomarge. Zusätzlich wirkte sich das etwas höhere Absatzniveau positiv auf die Ergebnisentwicklung aus. Vor diesem Hintergrund verbesserte sich das EBITDA um 15,1 % von 189,8 Mio. EUR im 1. Quartal 2025/26 auf 218,4 Mio. EUR im 1. Quartal 2026/27. Die EBITDA-Marge verzeichnete einen Zuwachs von 12,7 % auf 14,3 %. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das EBIT um 21,4 % von 126,1 Mio. EUR bei einer Marge von 8,4 % auf 153,1 Mio. EUR bei einer Marge von 10,0 %.

Bei der Anzahl der Beschäftigten (FTE, Vollzeitäquivalent) verzeichnete die Steel Division per 30. Juni 2026 eine Erhöhung um 1,6 % auf 10.753 (Stichtag des Vorjahres: 10.586).

EBIT (Earnings before Interest, Taxes)
Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.
EBITDA-Marge
EBITDA/Umsatz.
Vollzeitäquivalent (FTE)
Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.

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