Entwicklung Finanz­kennzahlen des
voestalpine-Konzerns

Entwicklung Finanz­kennzahlen des
voestalpine-Konzerns

Der voestalpine-Konzern konnte im 1. Quartal 2026/27 die Umsatzerlöse um 2,4 % von 3.901,5 Mio. EUR im Vorjahr auf 3.994,4 Mio. EUR ausweiten. Den stärksten Zuwachs verzeichnete dabei die High Performance Metals Division, die sich auf einen verbesserten Produktmix sowie ein generell höheres Preisniveau stützen konnte. Während die Steel Division und die Metal Forming Division ihre Umsatzerlöse im Jahresvergleich ebenfalls anheben konnten, liegt das Umsatzniveau in der Metal Engineering Division vorwiegend aufgrund des schwierigen Marktumfeldes im Produktsegment Tubulars im aktuellen Berichtsquartal leicht unter dem Vorjahr.

Beim operativen Ergebnis (EBITDA) gelang dem voestalpine-Konzern eine Verbesserung um 37,0 % von 361,2 Mio. EUR (Marge 9,3 %) im 1. Quartal 2025/26 auf 495,0 Mio. EUR (Marge 12,4 %) im 1. Quartal 2026/27. Besonders markant fiel die Steigerung in der High Performance Metals Division aus. Neben den nachhaltig positiven Effekten aus den initiierten Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogrammen wurde die Ergebnisentwicklung im 1. Quartal 2026/27 maßgeblich durch einmalige positive und negative Sondereffekte in der High Performance Metals Division, insbesondere aus dem Verkauf der voestalpine BÖHLER Profil sowie aus der Fortsetzung der Reorganisationsmaßnahmen in der High Performance Metals Division beeinflusst. In Summe sind im EBITDA des 1. Quartals 2026/27 rund 100 Mio. EUR an Einmaleffekten enthalten. Die Steel Division und die Metal Forming Division erreichten im aktuellen Berichtsquartal beim EBITDA ebenfalls einen Anstieg. Hingegen fiel das EBITDA in der Metal Engineering Division im 1. Quartal 2026/27 als Folge der herausfordernden Bedingungen im Produktsegment Tubulars etwas schwächer aus. Das Betriebsergebnis (EBIT) erhöhte sich im Jahresvergleich um 78,8 % von 171,5 Mio. EUR (Marge 4,4 %) im 1. Quartal 2025/26 auf 306,6 Mio. EUR (Marge 7,7 %) im 1. Quartal 2026/27.

Da sich das Nettofinanzergebnis (Finanzerträge minus Finanzaufwendungen) im 1. Quartal 2026/27 mit −28,0 Mio. EUR besser entwickelte als im 1. Quartal 2025/26 (−32,8 Mio. EUR), konnte sich das Ergebnis vor Steuern von 138,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 278,6 Mio. EUR im aktuellen Berichtszeitraum mehr als verdoppeln. Auf Basis einer Steuerquote von 29,6 % (Vorjahr: 23,4 %) ergibt sich für das 1. Quartal 2026/27 ein Ergebnis nach Steuern von 196,2 Mio. EUR, was einer Steigerung um 84,6 % gegenüber dem Wert des 1. Quartals 2025/26 von 106,3 Mio. EUR entspricht.

Das Eigenkapital des voestalpine-Konzerns legte sowohl im Jahresvergleich als auch in der Gegenüberstellung mit dem Bilanzstichtag 31. März 2026 zu. Mit 8.030,5 Mio. EUR konnte das Eigenkapital per 30. Juni 2026 um 6,8 % gegenüber dem Wert zum 30. Juni 2025 (7.517,8 Mio. EUR) bzw. um 2,9 % gegenüber dem Bilanzstichtagswert zum 31. März 2026 (7.800,6 Mio. EUR) deutlich gestärkt werden. Der Abbau der Nettofinanzverschuldung wurde im aktuellen Berichtszeitraum fortgesetzt. Im Jahresvergleich erreichte der voestalpine-Konzern eine Reduktion um 28,7 % von 1.456,8 Mio. EUR per 30. Juni 2025 auf 1.038,0 Mio. EUR per 30. Juni 2026. Verglichen mit dem Wert zum Bilanzstichtag 31. März 2026 von 1.263,7 Mio. EUR verminderte sich die Nettofinanzverschuldung um 17,9 %. Neben dem konsequenten Abbau des Nettoumlaufvermögens leistete die Veräußerung von BÖHLER Profil im 1. Quartal 2026/27 einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Reduktion der Verschuldung des voestalpine-Konzerns. Angesichts des in den vergangenen Jahren deutlich erhöhten Investitionsbedarfs für die schrittweise Transformation hin zu einer grünstrombasierten Stahlerzeugung ist diese Entwicklung besonders bemerkenswert. Sie unterstreicht die hohe Innenfinanzierungskraft der voestalpine, selbst in einer Phase vorübergehend erhöhter Investitionstätigkeit.

Der Beschäftigtenstand (FTE, Vollzeitäquivalent) des voestalpine-Konzerns verminderte sich im Jahresvergleich um 1,8 % von 49.551 per 30. Juni 2025 auf 48.641 per 30. Juni 2026. Der Rückgang resultiert vorwiegend aus Reorganisationsmaßnahmen in der High Performance Metals Division und bei Automotive Components (Metal Forming Division).

Quartalsentwicklung des voestalpine-Konzerns

Mio. EUR

1 Q 2025/26

2 Q 2025/26

3 Q 2025/26

4 Q 2025/26

1 Q 2026/27

 

01.04.–
30.06.2025

01.07.–
30.09.2025

01.10.–
31.12.2025

01.01.–
31.03.2026

01.04.–
30.06.2026

 

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

3.901,5

3.689,6

3.547,8

3.924,2

3.994,4

EBITDA

361,2

361,2

315,4

447,8

495,0

EBITDA-Marge

9,3 %

9,8 %

8,9 %

11,4 %

12,4 %

EBIT

171,5

173,8

127,7

250,5

306,6

EBIT-Marge

4,4 %

4,7 %

3,6 %

6,4 %

7,7 %

Ergebnis vor Steuern

138,7

139,7

93,6

214,6

278,6

Ergebnis nach Steuern1

106,3

92,3

59,9

165,8

196,2

Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode

49.551

49.614

48.744

48.777

48.641

 

 

 

 

 

 

1

Vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen.

Die Nettofinanzverschuldung lässt sich wie folgt überleiten:

Nettofinanzverschuldung

Mio. EUR

30.06.2025

30.06.2026

 

 

 

Finanzielle Verbindlichkeiten langfristig

1.401,4

1.555,8

Finanzielle Verbindlichkeiten kurzfristig

1.353,9

482,1

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

−743,5

−865,8

Andere Finanzanlagen

−532,9

−115,3

Ausleihungen und sonstige Forderungen Finanzierung

−22,1

−18,8

Nettofinanzverschuldung

1.456,8

1.038,0

EBIT (Earnings before Interest, Taxes)
Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.
Eigenkapital
Mittel, die dem Unternehmen von den Eigentümern durch Einzahlung und/oder Einlage bzw. aus einbehaltenen Gewinnen zur Verfügung gestellt werden.
Nettofinanzverschuldung
Verzinsliche Verbindlichkeiten abzüglich verzinsliches Vermögen.
Vollzeitäquivalent (FTE)
Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.

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