Metal Engineering Division

Metal Engineering Division

Quartalsentwicklung der Metal Engineering Division

Mio. EUR

1 Q 2025/26

1 Q 2026/27

Veränderung
in %

 

01.04.–
30.06.2025

01.04.–
30.06.2026

 

 

 

 

Umsatzerlöse

1.087,0

1.048,2

−3,6

EBITDA

102,0

91,0

−10,8

EBITDA-Marge

9,4 %

8,7 %

 

EBIT

54,4

43,7

−19,7

EBIT-Marge

5,0 %

4,2 %

 

Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) Ende der Periode

15.008

14.821

−1,2

Industrieanlage mit rauchenden Schornsteinen in bewaldeter Hügellandschaft, im Vordergrund ein Wohngebiet (photo)

greentec steel in Donawitz

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Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Die Metal Engineering Division konnte im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine insgesamt stabile Entwicklung verzeichnen. Die Business Unit Railway Systems entwickelte sich unverändert robust. Die Business Unit Industrial Systems zeigte hingegen weiterhin ein differenziertes Bild: Während sich einzelne Bereiche stabil bis leicht verbessert präsentierten, blieben andere Segmente durch verhaltene Nachfrage, regionalen Wettbewerbsdruck sowie handelspolitische Rahmenbedingungen belastet.

Im Bereich Railway Systems setzte sich im 1. Quartal 2026/27 der robuste Trend im Bahninfrastrukturgeschäft fort. Im Baltikum konnte sich voestalpine Railway Systems im Rahmen des strategisch bedeutenden europäischen Infrastrukturprojekts „Rail Baltica“ den bislang größten Rahmenauftrag mit einem Volumen von rund 470 Mio. EUR sichern. Der Auftrag umfasst die Lieferung von High-Tech-Weichen einschließlich digitaler Monitoring-Systeme und stärkt die Position von voestalpine Railway Systems als global führender Anbieter von Systemlösungen für die Bahninfrastruktur.

Das Produktsegment Track Systems (vormals Produktsegment Rails/Schienen, nunmehr Weiterentwicklung zu Track Systems/Gleissysteme), dessen Marktschwerpunkt in Europa liegt, entwickelte sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 weiter stabil. Die Auslastung blieb auf gutem Niveau, wobei insbesondere hohe Abrufmengen im DACH-Raum sowie Projekte in Südosteuropa einen wesentlichen Beitrag leisteten.

Das global aufgestellte Produktsegment Turnout Systems (Weichensysteme) verzeichnete im Berichtszeitraum eine positive Entwicklung. In Europa zeigte sich die Nachfrage zufriedenstellend, auch in Nordamerika verlief die Entwicklung insgesamt positiv. In Asien wirkten zusätzliche Projektaktivitäten, insbesondere in China, unterstützend, während das Marktumfeld in Indien aufgrund verzögerter Projekte weiterhin herausfordernd blieb. Südamerika entwickelte sich leicht besser als erwartet, während Afrika regional ein uneinheitliches, insgesamt jedoch positives Bild zeigte.

Das Produktsegment Signaling (Sensor- und Signaltechnik) entwickelte sich im 1. Quartal 2026/27 positiv. Die Nachfrage lag leicht über den Erwartungen. Temporär schwächere Entwicklungen in Europa konnten teilweise durch Nachfrageimpulse aus dem US-Markt kompensiert werden.

Das Produktsegment Fixations (Befestigungssysteme) zeigte im 1. Quartal 2026/27 eine insgesamt positive Entwicklung hinsichtlich Schwellen- und Befestigungstechnik, zurückzuführen auf eine gute Nachfrage aus Mittel- und Osteuropa.

Die Segmente der Business Unit Industrial Systems entwickelten sich im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2026/27 weiterhin unterschiedlich.

Das Produktsegment Welding verzeichnete im Berichtszeitraum eine insgesamt stabile Entwicklung. In Europa sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika zeigte sich die Marktdynamik zu Beginn des Geschäftsjahres 2026/27 weiterhin abgeschwächt. Im Mittleren Osten entwickelte sich die Nachfrage hingegen stabil, während sie in China unverändert positiv war.

Für das Produktsegment Tubulars (Nahtlosrohre) blieb das Umfeld im 1. Quartal 2026/27 anspruchsvoll. Die Auswirkungen der US-Zollpolitik belasteten die Absatzmöglichkeiten weiterhin maßgeblich. Um die Auswirkungen zu reduzieren, wurden Kapazitätsanpassungen vorgenommen. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Mittleren Osten kam es zudem zu temporären Verzögerungen und Verschiebungen von Projekten.

Das Produktsegment Wire (Draht) befand sich im Berichtszeitraum ebenfalls in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld, zeigte jedoch erste Anzeichen einer leichten Verbesserung. Trotz der Inkraftsetzung des europäischen CBAM-Systems (Carbon Border Adjustment Mechanism) konnten die Preise marktbedingt nur punktuell geringfügig angehoben werden. Die Nachfrage in den Kernbranchen Automobil, Bau und Maschinenbau entwickelte sich insgesamt weiter verhalten. Im Bereich von Spezialanwendungen wie beispielsweise Kugellagerstähle, Spanndrähte für Eisenbahnschwellen sowie Spezialdrähte für den Windturmbau blieb die Nachfrage weiterhin auf stabilem Niveau.

Im Rahmen des Transformationsprogramms greentec steel wurde im 1. Quartal 2026/27, vorbehaltlich entsprechender Förderzusagen, auch die Umsetzung der zweiten Ausbaustufe beschlossen. Der erste Schritt verläuft planmäßig mit der Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2027. Damit werden bereits rund 60 % der Stahlproduktion in Donawitz auf greentec steel umgestellt sein. Die Realisierung der zweiten Ausbaustufe ermöglicht die weitreichende Dekarbonisierung des Standorts bis 2030. Die Vorziehung dieses Schritts ist sowohl nachfrage- als auch kostengetrieben und unterstützt die Weiterentwicklung des Standorts in Richtung eines Minimill-Konzepts.

Entwicklung Finanzkennzahlen

Im Jahresvergleich war die Metal Engineering Division mit einem Rückgang der Umsatzerlöse um 3,6 % von 1.087,0 Mio. EUR im 1. Quartal 2025/26 auf 1.048,2 Mio. EUR im 1. Quartal 2026/27 konfrontiert. Während der Geschäftsbereich Railway Systems das Umsatzniveau stabil halten konnte, musste der Geschäftsbereich Industrial Systems Einbußen auf der Umsatzseite hinnehmen. Zurückzuführen ist diese Abschwächung bei Industrial Systems insbesondere auf das schwierige Umfeld im Produktsegment Tubulars.

Das EBITDA lag im 1. Quartal 2026/27 mit 91,0 Mio. EUR (Marge 8,7 %) um 10,8 % unter dem Vorjahreswert von 102,0 Mio. EUR (Marge 9,4 %). Analog zu den Umsatzerlösen war die Ergebnisentwicklung von einem soliden und stabilen Trend im Geschäftsbereich Railway Systems geprägt. Die Abschwächung im Geschäftsbereich Industrial Systems war wiederum eine Folge der herausfordernden Bedingungen im Produktsegment Tubulars. Das EBIT fiel im Jahresvergleich um 19,7 % von 54,4 Mio. EUR (Marge 5,0 %) auf 43,7 Mio. EUR (Marge 4,2 %).

Zum 30. Juni 2026 waren in der Metal Engineering Division 14.821 Mitarbeiter:innen (FTE, Vollzeitäquivalent) beschäftigt. Zum Vergleichstag des vorangegangenen Geschäftsjahres (15.008) ergibt sich somit eine Verminderung um 1,2 %.

EBIT (Earnings before Interest, Taxes)
Der Betriebserfolg: Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter und Finanzergebnis.
EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization)
Ergebnis vor Steuern, Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter, Finanzergebnis und Abschreibungen.
Vollzeitäquivalent (FTE)
Ein Vollzeitmitarbeiter entspricht einem Vollzeitäquivalent von eins, teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter werden mit einer ihrem Beschäftigungsausmaß entsprechenden Quote berücksichtigt.

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