Metal Engineering Division
Mio. EUR |
|
|
|
|
|
1 Q – 3 Q |
|
|
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|
1 Q |
|
2 Q |
|
3 Q |
|
2025/26 |
|
2024/25 |
|
Veränderung |
|
|
01.04.– |
|
01.07.– |
|
01.10.– |
|
01.04.– |
|
01.04.– |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Umsatzerlöse |
|
1.087,0 |
|
1.018,3 |
|
983,7 |
|
3.089,0 |
|
3.177,9 |
|
−2,8 |
EBITDA |
|
102,0 |
|
89,9 |
|
77,5 |
|
269,4 |
|
348,1 |
|
−22,6 |
EBITDA-Marge |
|
9,4 % |
|
8,8 % |
|
7,9 % |
|
8,7 % |
|
11,0 % |
|
|
EBIT |
|
54,4 |
|
42,3 |
|
29,5 |
|
126,2 |
|
209,6 |
|
−39,8 |
EBIT-Marge |
|
5,0 % |
|
4,2 % |
|
3,0 % |
|
4,1 % |
|
6,6 % |
|
|
Beschäftigte (Vollzeitäquivalent) |
|
15.008 |
|
15.186 |
|
14.992 |
|
14.992 |
|
14.789 |
|
1,4 |
MARKTUMFELD UND GESCHÄFTSVERLAUF
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 setzte sich die solide Entwicklung der Metal Engineering Division fort. In der Business Unit Railway Systems waren saisonale Effekte der Wintermonate erkennbar, insgesamt präsentierte sich das Segment aber unverändert positiv. In der Business Unit Industrial Systems wiesen die einzelnen Produktsegmente hingegen heterogene Entwicklungen auf.
Die Nachfrage nach Produkten der Business Unit Railway Systems blieb im Verlauf der ersten drei Quartale des Geschäftsjahres 2025/26 unverändert positiv mit der über den Winter üblichen Abschwächung.
Das Produktsegment Rails (Schienen) setzte im Berichtszeitraum seine stabile Entwicklung auf hohem Niveau fort. Der wesentliche Treiber dafür war Europa mit guter Nachfrage insbesondere in Südosteuropa und im DACH-Raum. Im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 waren neben dem üblichen saisonalen Nachfragerückgang auch geringere Projektvergaben aus dem CEE-Raum feststellbar. Erstmals gewonnene Aufträge aus Nordamerika konnten dies jedoch weitgehend kompensieren.
Im Segment Turnout Systems (Weichensysteme), einem globalen Akteur mit regionalen Produktionsstätten in den weltweit bedeutendsten Eisenbahnmärkten, setzte sich der positive Trend auch im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 fort. Die Nachfrage in Europa blieb in den ersten neun Monaten des Berichtszeitraums auf gutem Niveau, insbesondere in Zentral- und Osteuropa war eine sehr gute Marktdynamik erkennbar. Auch die nordamerikanischen Märkte entwickelten sich über weite Strecken erfreulich. Jedoch führten ab der Hälfte des Geschäftsjahres 2025/26 die von der US-Regierung verhängten Zölle zu höheren Beschaffungskosten und damit zu einer spürbaren Verlangsamung der Dynamik im nordamerikanischen Eisenbahnmarkt. Brasilien verzeichnete im Verlauf der Berichtsperiode eine deutliche Nachfragebelebung, nachdem das aktuelle Geschäftsjahr mit einer etwas schwächeren Marktphase begonnen hatte. Der asiatische Markt zeigte in der Berichtsperiode in Summe eine gute Marktentwicklung, im Detail aber ein gemischtes Bild. Während es im 3. Quartal 2025/26 zu Projektverzögerungen in Asien und Indien kam, blieb die Nachfrage insbesondere in China aufgrund der Hochgeschwindigkeitsstrecken auf gutem Niveau. Auch der afrikanische Markt entwickelte sich regional durchwegs unterschiedlich, in Summe über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2025/26 aber positiv.
Das Produktsegment Signaling (Sensor- und Signaltechnik) verzeichnete in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 eine positive Entwicklung. Die Nachfrage in Europa blieb stabil und wurde durch zusätzliche Lieferungen in den arabischen Raum ergänzt. Gegen Ende des Berichtszeitraums waren saisonal bedingte Mengenrückgänge erkennbar.
Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2025/26 profitierte das Produktsegment Fixations von einer positiven Nachfrageentwicklung, die auf den anhaltend hohen Bedarf an Schwellen in Zentral- und Osteuropa zurückzuführen ist. Im 3. Quartal des Berichtszeitraums zeigte sich eine saisonal bedingte Abschwächung der Nachfrage, die jedoch durch erhöhte Exportlieferungen in den arabischen Raum teilweise kompensiert werden konnte.
Die Entwicklung der Business Unit Industrial Systems zeigte sich im Verlauf des bisherigen Geschäftsjahres 2025/26 je nach Produktsegment differenziert.
Das Produktsegment Welding verzeichnete im Berichtszeitraum eine insgesamt stabile Entwicklung auf zufriedenstellendem Niveau. Regional betrachtet zeigte sich eine verhaltene Nachfrage in Europa mit einer im Verlauf der Berichtsperiode zunehmenden Wettbewerbsintensität. In bestimmten Produktsegmenten haben chinesische Anbieter:innen ihre Marktaktivitäten spürbar verstärkt. Während sich die Nachfrage in Nord- und Südamerika sukzessive abschwächte, entwickelten sich hingegen die Märkte im Nahen Osten sowie in Asien positiv. Insbesondere in China zeigten die Bereiche fossile Energien sowie Spezialschiffbau eine gute Dynamik.
Die Entwicklung im Produktsegment Tubulars (Nahtlosrohre) war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 neben einer rückläufigen Nachfrage infolge sinkender Aktivitäten in der Öl- und Gasexploration vor allem durch die Zollpolitik der US-Administration geprägt. Die Einfuhrzölle in Höhe von 50 % auf Stahlprodukte in die USA belasten seit Juni 2025 das Produktsegment massiv. Infolgedessen müssen bis zum Ende des aktuellen Geschäftsjahres die Produktionskapazitäten Schritt für Schritt zurückgenommen und an die aktuelle Absatzsituation angepasst werden.
Das Produktsegment Wire Technology (Draht) war im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2025/26 mit einer verhaltenen Marktstimmung in den Kernbranchen Automobil, Bau und Maschinenbau konfrontiert. Lediglich Spezialanwendungen wie Kugellagerstähle, Spanndrähte für Eisenbahnschwellen sowie Spezialdrähte für den Windturmbau verzeichneten eine positive Entwicklung. Das leichte Anziehen von Projektgeschäften im Profildrahtsegment gegen Ende der aktuellen Berichtsperiode lässt für das letzte Geschäftsquartal 2025/26 eine Verbesserung erwarten.
ENTWICKLUNG FINANZKENNZAHLEN
Die Metal Engineering Division verzeichnete im Jahresvergleich einen leichten Rückgang um 2,8 % bei den Umsatzerlösen von 3.177,9 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2024/25 auf 3.089,0 Mio. EUR in den ersten drei Quartalen 2025/26. Während die Division die Versandmengen bei Schienen- und Drahtprodukten steigern konnte, entwickelten sich die Absatzpreise speziell bei Draht- und Nahtlosrohrprodukten etwas unter dem Vorjahresniveau.
Das operative Ergebnis (EBITDA) schwächte sich um 22,6 % von 348,1 Mio. EUR (Marge 11,0 %) in den ersten drei Quartalen 2024/25 auf 269,4 Mio. EUR (Marge 8,7 %) ab. Während der Geschäftsbereich Railway Systems eine solide Entwicklung auf der Ergebnisseite zeigte, war der Geschäftsbereich Industrial Systems mit deutlichen Einbußen konfrontiert. Im Produktsegment Draht wirkte sich das herausfordernde Umfeld negativ auf die Performance aus. Hingegen war das Produktsegment Tubulars (Nahtlosrohre) neben schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen zusätzlich auch mit hohen Importzöllen im wichtigen US-Markt konfrontiert. Das Betriebsergebnis fiel im Jahresvergleich somit um 39,8 % von 209,6 Mio. EUR (Marge 6,6 %) auf 126,2 Mio. EUR (Marge 4,1 %).
Im unmittelbaren Quartalsvergleich vom 2. mit dem 3. Quartal 2025/26 reduzierten sich die Umsatzerlöse der Metal Engineering Division um 3,4 % von 1.018,3 Mio. EUR auf 983,7 Mio. EUR. Zurückzuführen ist die Abnahme primär auf saisonal bedingt etwas niedrigere Auslieferungsmengen im Geschäftsbereich Railway Systems. Das EBITDA liegt im 3. Quartal 2025/26 mit 77,5 Mio. EUR (Marge 7,9 %) um 13,8 % unter dem Wert vom 2. Quartal 2025/26 (89,9 Mio. EUR, Marge 8,8 %). Ähnlich wie bei der Entwicklung der Umsatzerlöse war auf der Ergebnisseite die übliche Wintersaisonalität in der Eisenbahninfrastruktur im aktuellen Berichtsquartal spürbar. Das EBIT kam im 3. Quartal 2025/26 bei 29,5 Mio. EUR (Marge 3,0 %) zu liegen, während die Division im unmittelbaren Vorquartal ein EBIT von 42,3 Mio. EUR (Marge 4,2 %) aufweist.
Mit 31. Dezember 2025 lag die Zahl der Beschäftigten (FTE) in der Metal Engineering Division mit 14.992 Mitarbeiter:innen um 1,4 % über dem Vorjahreswert von 14.789.