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Special Steel Division

Marktumfeld und Geschäftsverlauf

Das Marktumfeld der Special Steel Division präsentierte sich auch im 2. Quartal 2016/17 mit einer alles in allem weiterhin nur mäßigen Dynamik.

Eine moderate Umsatzsteigerung im Bereich Werkzeugstahl ist im Wesentlichen auf den regionalen Ausbau des Vertriebsnetzes in Spanien, Portugal und China im Wege jüngster Akquisitionen zurückzuführen. Trotz des herausfordernden Marktumfeldes konnte das Erlösniveau überwiegend stabil gehalten werden, was auf die strategische Fokussierung auf Produkte mit hohen Alleinstellungsmerkmalen und den konstanten Ausbau des Serviceangebotes in der Vertriebsorganisation zurückzuführen ist.

Im Industriesegment Öl und Gas kam es auch im abgelaufenen Quartal zu keiner nennenswerten Belebung der Nachfrage, da nach wie vor kaum Projekte zur Erschließung neuer Öl- und Gasreserven in Angriff genommen werden. Die Branchenunternehmen reagieren auf diese herausfordernden Rahmenbedingungen zunehmend mit Konsolidierungsmaßnahmen. Die voestalpine kann sich in diesem Umfeld abgesehen von der hohen Produktqualität auch durch eine eigene Lagerhaltung vor Ort sowohl in den USA als auch in Asien deutlich vom Wettbewerb differenzieren. Für das 2. Halbjahr zeichnen sich vorsichtig positive Signale ab.

Stark verlief das 2. Quartal hingegen einmal mehr im Bereich Luftfahrt. Die Lieferungen der Division liegen sowohl mengen als auch wertmäßig deutlich über jenen im Vergleichszeitraum des Vorjahres, was auch die Entwicklung von Projekten zur Anpassung der Kapazitäten an die steigende Nachfrage notwendig macht.

Erstmals seit Langem leicht positive Anzeichen für eine Marktbelebung kommen aus dem Energiemaschinenbau. Obwohl sich Europa von diesem Industriesegment weitgehend verabschiedet hat, verzeichnet die Division im Vergleich zum Vorjahr etwas steigende Umsätze, vor allem getrieben durch notwendige Instandhaltungsmaßnahmen im bestehenden Kraftwerkspark.

Ungebrochen positiv gestaltet sich die Entwicklung der Automobilindustrie. Vor allem in China kann die Division mit einem umfangreichen Vor-Ort-Service ihre Spitzenposition bei Stahl für hochanspruchsvolle Werkzeuge im Automobilbau kontinuierlich ausbauen.

Der nordamerikanische Edelstahlmarkt verlor in den letzten Monaten nicht zuletzt durch die anhaltende Schwäche der Öl- und Gasindustrie weiter an Dynamik. Darüber hinaus wirkt sich auch die zunehmende Abschottung des US-amerikanischen Stahlmarktes bremsend auf die Geschäftsentwicklung der Division in dieser Region aus.

In Südamerika setzte sich die Krise in Brasilien auch im Verlauf des 2. Geschäftsquartals unverändert fort. Erst die jüngsten Veränderungen auf höchster politischer Ebene haben zu einer wieder etwas positiveren Erwartungshaltung in Bezug auf die weitere Wirtschaftsentwicklung geführt. Die deutliche Aufwertung der brasilianischen Landeswährung Real bewirkte in den vergangenen Monaten allerdings zunehmenden Druck auf die Exporte. Umfangreiche Lean-Management-Maßnahmen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder konnten die negativen Auswirkungen bis dato jedoch in hohem Maße kompensieren.

Das Marktumfeld in Teilen Asiens und hier insbesondere in China sowie zunehmend auch in Indien stellt sich dagegen ungebrochen positiv dar. Der Fokus auf ein Produktspektrum, welches sich technologisch deutlich von dem chinesischer Mitbewerber abhebt, sowie die jüngsten Akquisitionen vor Ort unterstützen die Wachstumsstrategie in dieser Region.

Generell führt die Politik der Special Steel Division durch Differenzierung im Wege von Top-Produkten und Premium-Services auch in einem schwierigen Marktumfeld zu einer vergleichsweise geringen Preisvolatilität, einer weitgehend stabilen Marktposition und damit letztlich auch zu einer über dem Branchendurchschnitt liegenden Profitabilität.

In der Special Steel Division wurde im 1. Halbjahr 2016/17 der Ausbau der Aktivitäten im Service- und Vertriebsbereich programmgemäß weiter vorangetrieben. Darüber hinaus wurde die Expansion der Beschichtungstechnologie fortgesetzt. In diesem Zusammenhang wurde in Pune das erste Coating Center zur Beschichtung von Werkzeugstahl in Indien in Betrieb genommen. In Querétaro, das den Automotive-Hotspot des wirtschaftlich stark aufstrebenden Landes Mexiko bildet, wurde im Juni 2016 die offizielle Eröffnungsfeier eines neuen Bearbeitungs- und Beschichtungszentrums vorgenommen. Die Investition in Mexiko dient in erster Linie der verstärkten Servicierung der Automobilindustrie, die die technologischen Anforderungen in dieser Region kontinuierlich erhöht. Insgesamt verminderten sich die Investitionen der Special Steel Division um 23,3 % von 68,7 Mio. EUR in den ersten sechs Monaten 2015/16 auf 52,7 Mio. EUR im aktuellen Berichtszeitraum.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Special Steel Division

 

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Mio. EUR

 

1 Q

 

2 Q

 

1 H

 

 

 

 

2015/161

 

2016/17

 

2015/161

 

2016/17

 

2015/161

 

2016/17

 

Verän­derung

 

 

01.04.–30.06.2015

 

01.04.–30.06.2016

 

01.07.–30.09.2015

 

01.07.–30.09.2016

 

01.04.–30.09.2015

 

01.04.–30.09.2016

 

in %

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Umsatzerlöse

 

709,0

 

667,1

 

659,8

 

638,9

 

1.368,8

 

1.306,0

 

–4,6

EBITDA

 

99,9

 

99,2

 

86,2

 

94,3

 

186,1

 

193,5

 

4,0

EBITDA-Marge

 

14,1 %

 

14,9 %

 

13,1 %

 

14,8 %

 

13,6 %

 

14,8 %

 

 

EBIT

 

65,2

 

63,4

 

52,5

 

58,2

 

117,7

 

121,6

 

3,3

EBIT-Marge

 

9,2 %

 

9,5 %

 

8,0 %

 

9,1 %

 

8,6 %

 

9,3 %

 

 

Beschäftigte (Vollzeitäquivalent)

 

13.411

 

13.507

 

13.434

 

13.573

 

13.434

 

13.573

 

1,0

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1
1 Q 2015/16, 2 Q 2015/16 und 1 H 2015/16 rückwirkend angepasst.
Weitere Details sind unter „Allgemeines/Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ beschrieben.

In einem anhaltend herausfordernden Marktumfeld kam es in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/17 in der Special Steel Division zu einem leichten Umsatzrückgang, welcher zum Großteil durch eine rückläufige Entwicklung der Absatzpreise begründet ist. Es gelang allerdings, im gleichen Zeitraum das Ergebnis im Vergleich zum 1. Halbjahr 2015/16 zu steigern, dies vor allem durch eine starke Entwicklung im Bereich Luftfahrt.

Der Umsatz verringerte sich in den ersten sechs Monaten 2016/17 (1.306,0 Mio. EUR) verglichen mit der Vorjahresperiode (1.368,8 Mio. EUR) um 4,6 %. Gleichzeitig verbesserte sich das EBITDA um 4,0 % von 186,1 Mio. EUR auf 193,5 Mio. EUR, das EBIT um 3,3 % von 117,7 Mio. EUR auf 121,6 Mio. EUR. Entsprechend besser stellen sich auch die Margen dar: Die EBITDA-Marge erhöhte sich gegenüber dem 1. Halbjahr 2015/16 von 13,6 % auf 14,8 %, die EBIT-Marge zog von 8,6 % in den ersten sechs Monaten 2015/16 auf 9,3 % in der 1. Jahreshälfte 2016/17 an.

Im direkten Vergleich des 2. Quartals 2016/17 mit dem 1. Quartal 2016/17 verzeichnete die Special Steel Division einen Umsatzrückgang um 4,2 % von 667,1 Mio. EUR auf 638,9 Mio. EUR im 2. Quartal 2016/17. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die saisonale Abschwächung der Marktnachfrage in den Sommermonaten zurückführen. Parallel dazu verringerte sich das operative Ergebnis (EBITDA) um 4,9 % von 99,2 Mio. EUR auf 94,3 Mio. EUR, wobei die EBITDA-Marge mit 14,8 % (1. Quartal 14,9 %) praktisch konstant blieb. Das Betriebsergebnis (EBIT) sank im unmittelbaren Quartalsvergleich um 8,2 % von 63,4 Mio. EUR (Marge 9,5 %) auf 58,2 Mio. EUR (Marge 9,1 %).

Die Anzahl der Beschäftigten (FTE) der Special Steel Division lag zum Ende des 1. Halbjahres mit 13.573 um 1,0 % über dem Niveau des Vergleichsstichtages im Vorjahr (13.434). Diese Erhöhung liegt hauptsächlich in den Akquisitionen Sermetal und Advanced Tooling Tek (ATT) begründet. Verglichen mit dem Stand zum Ende des letzten Geschäftsjahres (13.470) hat die Anzahl der Beschäftigten um 0,8 % zugenommen.

Über voestalpine

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie.

Fakten

50 Länder auf allen fünf Kontinenten
500 Konzerngesellschaften und -standorte
48.500 Mitarbeiter weltweit

Ergebnis GJ 2015/16

€ 11,1 Mrd.

Umsatz

€ 1,6 Mrd.

EBITDA

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