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Investitionen

Der voestalpine-Konzern investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt 1.177,8 Mio. EUR, was gegenüber der Vorperiode mit Gesamtinvestitionen von 936,0 Mio. EUR einer Steigerung von 25,8 % entspricht. Im Einzelnen entfielen davon 570,6 Mio. EUR auf die Steel Division (2013/14 447,4 Mio. EUR), 159,3 Mio. EUR auf die Special Steel Division (2013/14 181,8 Mio. EUR), 269,0 Mio. EUR auf die Metal Engineering Division (2013/14 164,2 Mio. EUR) und 169,8 Mio. EUR auf die Metal Forming Division (2013/14 130,6 Mio. EUR). Vom Gesamtbetrag von 1.177,8 Mio. EUR entfielen 96,5 % (1.136,8 Mio. EUR) auf Investitionen und 3,5 % (41,0 Mio. EUR) auf Akquisitionen.

Die Investitionsprojekte der Steel Division erstreckten sich über die gesamte Wertschöpfungskette, vom metallurgischen Bereich bis zu den Walzaggregaten, um einerseits die technologische Vorreiterrolle in Europa weiter auszubauen und andererseits Effizienz und Kostenposition zu stärken. Das volumenmäßig größte Projekt betrifft derzeit den Bau der Direktreduktionsanlage in Corpus Christi, Texas, USA, welche die größte und modernste Anlage ihrer Bauart sein wird. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Umweltverträglichkeitsprüfung und Vorliegen aller Genehmigungen im Juni 2014 wurde unmittelbar mit den Bauarbeiten begonnen. Die Hafeneinrichtungen stehen in der Zwischenzeit bereits vor der Fertigstellung, die Errichtung der Hauptanlage, des 137 Meter hohen Reduktionsturms, wird voraussichtlich mit Ende des Kalenderjahres 2015 abgeschlossen sein. In der Folge startet die Versorgung der österreichischen Stahlstandorte Linz und Donawitz sowie einer Reihe von Externkunden mit hochqualitativem Vormaterial zur Stahlerzeugung (Hot Briquetted Iron/„Eisenschwamm“). Ebenfalls als weiterer Schritt zur Optimierung des Reduktionsmitteleinsatzes ging mit Ende des Geschäftsjahres 2014/15 die Kohleeindüsung an allen drei Hochöfen in Linz erfolgreich in Betrieb. Im Stahlwerksbereich erfolgten mit der Vergabe und dem Baubeginn der Stranggussanlage 8 sowie der Sekundärmetallurgieanlage 4 (Inbetriebnahme Herbst 2015) wichtige Schritte zur weiteren Produktmixverbesserung. Die bedeutendsten Vorhaben im Bereich der Walzwerksaggregate bildeten im abgelaufenen Geschäftsjahr die Modernisierung der Beize-Tandemverbindung im Kaltwalzwerk 2 sowie der Feuerverzinkungsanlage 2 und der Bau eines neuen Grobblechwalzgerüstes (Inbetriebnahme Herbst 2015).

Auch die Special Steel Division baute im abgelaufenen Jahr die führende Rolle in Bezug auf Technologie- und Qualität in ihren Produktsegmenten durch eine Vielzahl von Investitionen sowohl im Produktions- als auch im Vertriebsbereich weiter aus. So wurde am schwedischen Standort Hagfors eine weitere Elektroschlackenumschmelzanlage für die Produktion von hochqualitativem Werkzeugstahl angeschafft. Bei Villares Metals S.A., Brasilien, erfolgten erhebliche Investitionen in die Drahtfertigung, während bei der Böhler Edelstahl GmbH & Co KG am Standort Kapfenberg, Österreich, neue Anlagen für die Blankstahlbearbeitung in Betrieb genommen wurden. In konsequenter Umsetzung der Value added-Strategie wurden im Vertriebsbereich in Shanghai, China, und in Taiwan Zentren für das Hightech-Beschichten (PVD-Coating) von Werkzeugen auf Basis der Technologie der 2013 übernommenen deutschen Eifeler-Gruppe errichtet. Auch in der Wärmebehandlung von Werkzeugstahl, einem der Beschichtung vorgelagerten Arbeitsschritt, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr an einer Reihe von Standorten wesentliche Expansionen getätigt. Das neue Vertriebsservicecenter bei Istanbul, Türkei, das in unmittelbarer Nähe zu einer Reihe von Kunden liegt, betreibt neben dem Verkauf von Spezialstählen auch ein Härtereizentrum für Werkzeugstähle. Im 4. Quartal 2014/15 eröffnete die Special Steel Division mit einer Vertriebsgesellschaft in Puebla ihren bereits dritten Standort in Mexiko, der dort vorwiegend die ständig wachsenden Bedarfe der Automobilindustrie abdecken wird.

Die Metal Engineering Division schuf im Geschäftsjahr 2014/15 in der Flüssigphase mit der Modernisierung eines Pfannenofens und der Erneuerung der beiden Konverter am Standort Donawitz, Österreich, wesentliche Voraussetzungen, um die eigenen Verarbeitungsbereiche auch zukünftig mit hochqualitativem Vormaterial beliefern zu können. Im Bemühen, sich vom Wettbewerb qualitätsmäßig noch stärker als bisher zu differenzieren, errichtet der Geschäftsbereich Draht am gleichen Standort ein völlig neues hochmodernes Drahtwalzwerk (einschließlich Hubbalkenofen), um damit die Kunden im Bereich gewalzter Kaltstauch- und Wälzlagerdrähte noch besser als bisher begleiten zu können. Die Anlage wird Anfang Kalenderjahr 2016 die Produktion aufnehmen. Zur technologisch optimalen Umsetzung neuer Schienengüten erhält in dieser Division der Geschäftsbereich Schiene ebenfalls einen neuen Hubbalkenofen.

Die Metal Forming Division investierte im Geschäftsbereich Automotive Body Parts in die Errichtung von neuen „phs“-Linien an den deutschen Standorten Schmölln und Schwäbisch Gmünd, um ihre Automobilkunden mit Komponenten aus höchstfesten presshärtenden Stählen auf Basis neuer Technologie künftig noch umfassender begleiten zu können. Darüber hinaus gingen in Ergänzung dazu mit Anfang dieses Geschäftsjahres weitere neue Produktionsstandorte für anspruchsvolle Karosseriekomponenten in der Nähe renommierter Autohersteller in den USA, Südafrika und China in Betrieb. Die Standorte in den USA und China werden in den kommenden Jahren sukzessive technologisch noch weiter aufgerüstet und erweitert. Mit den im 3. Quartal hochgefahrenen neuen „phs“-Anlagen in Deutschland befinden sich mit Ende des Geschäftsjahres insgesamt sechs solcher Anlagen in Betrieb. Im Geschäftsbereich Tubes & Sections ging Anfang dieses Geschäftsjahres ein neues Werk in Suzhou, China, in die Hochlaufphase. Es ist auf die Produktion von Spezialprofilen für die Baumaschinen- und Landwirtschaftsmaschinenindustrie spezialisiert.

Über voestalpine

Die weltweit tätige voestalpine-Gruppe ist ein stahlbasierter Technologie- und Industriegüterkonzern. Der Konzern ist mit seinen qualitativ höchstwertigen Produkten einer der führenden Partner der europäischen Automobil- und Hausgeräteindustrie sowie weltweit der Öl- und Gasindustrie.

Fakten

50 Länder auf allen fünf Kontinenten
500 Konzerngesellschaften und -standorte
48.100 Mitarbeiter weltweit

Ergebnis GJ 2014/15

€ 11,2 Mrd.

Umsatz

€ 1,5 Mrd.

EBITDA

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